Italienische Eröffnung
Eine italienische Eröffnung (Kampf um´s Zentrum), erlebt der österreichische Steuerzahler im aktuellen Schachpoker der Koalitionsverhandlungen. Das 3. Lager wagte den Schulterschluss, als logische Konsequenz zum Wahlsonntag. Wäre dieses Signal ausgeblieben, müsste sich der Steuerzahler wirklich sorgen machen. Beinhart bleibt weiterhin Wahlsieger Faymann, der gestern im ZIB2 Interview sagte: „Politik ist kein Kartenspiel“. Genau das will das Volk hören. Kartenspielen können wir schon selber und bei allem Respekt, Showtime hatten wir mit Schüssel, Grasser, Haider und Gefolgschaft schon zur Genüge. Es wäre politischer Selbstmord für Josef Pröll und ein weiterer Schaden für die VP – würde eine Neuauflage von schwarz blau orange die neue Regierung stellen. Und ich sage Ihnen auch warum: Die beiden Parteien des 3. Lagers haben einen erfolgreichen Wahlkampf hingelegt, aber keine wirklich fähigen Leute. Keinerlei Strukturen im Land. Sofort nach der Regierungsbildung geht es immer um Posten. Das ist so und gehört dazu. Parteien mit neuen Leuten, die noch dazu keine landesweiten Strukturen aufweisen, zerfleischen sich intern um die Posten. Das ist logisch. Wieder würde es innerhalb der beiden Parteien zu großer Unruhe und zu Streit kommen. Und Onkel Erwin Pröll wird höchstwahrscheinlich keine windige Neuauflage von schwarz-blau-orange unterstützen. Es fehlt einfach der Rückhalt der Länder. Wenn das ganze Land (außer Kärnten) in Schwarz und Rot aufgeteilt ist – wird es zum neuen Dauerstreit und einer neuen Blockadepolitik kommen. Und dann ist noch die stärkste Partei SP, mit einem Faymann, der die Kronen Zeitung hinter sich hat in der Opposition. Da wäre Josef Pröll, noch dazu neu im Chefsessel der ÖVP, sehr schnell wieder am Boden der Realität angelangt. Faymann macht es richtig, dass muss man schon auch mal aussprechen – auch wenn Andre Heller der Partei Adieu gesagt hat. (Jösas!). Die ÖVP wird einfach wieder teilen lernen müssen. Und in Zeiten wie diesen, sind Regierungsexperimente nicht mehr salonfähig. Josef Pröll steht mit dem Rücken zur Wand und hat, wenn er richtig scharf nachdenkt, nur eine einzige Wahl. (Bild: photocase.de)Labels: nationalratswahl2008































