In meinem Himmel

Bewertung: * * * * * *
Labels: Filmkritik

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Gestern waren wir in der Videothek und haben uns einen Film ausgeliehen. Seine Weltpremiere lieferte „Die Stadt der Blinden“ als Eröffnungsfilm in Cannes am 14. Mai 2008 ab. Eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Literatur Nobelpreisträger José Saramago. Die Handlung: In einer nicht genannten Stadt erblinden Menschen urplötzlich und ohne äußere Anzeichen einer Erkrankung. Aus Angst vor einer Epidemie lässt die Regierung die Infizierten in einer leerstehenden psychiatrischen Anstalt unterbringen und unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen bewachen. Als die ganze Stadt bereits erblindet ist, kann nur noch die Frau des Augenarztes sehen und wird zur Anführerin einer Gruppe Blinder im Kampf ums Überleben. Lange galt das Buch als unverfilmbar und José Saramago verweigerte sich strikt einer Verfilmung. Im Wettbewerb um die Goldene Palme blieb der Film letztes Jahr hinter den Erwartungen und ging leer aus. Streckenweise sind wackelige Handlungsmuster aus dem Genre Zombiefilm erkennbar und der sozialkritische Sprengstoff wurde einfach zum zünden vergessen. José Saramago allerdings zeigte sich beglückt und bewegt, als er Blindness, bei den Filmfestival in Cannes, zum ersten Mal sah: «Ich bin über den Film genauso glücklich wie damals beim Schreiben des Buches.» Der Film wurde in Toronto, in Guelph (Ontario), in Montevideo und in São Paulo gedreht.Labels: Filmkritik
Wo waren Sie in den Neunzigern ? Wenn Sie sich nicht mehr erinnern können, gehen Sie doch einfach ins Kino. C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben spielt derzeit z.b. noch im Künstlerhaus (Wien), dem ich gestern einen Kinobesuch abstattete, um heute wieder mal in der Kategorie Filmkritik zu bloggen. Eine fünfköpfige Familie gibt in einem Zeitraum von 12 Jahren – von 1988 bis 2000, an fünf Tagen, Einblicke in den französischen Familienalltag. Willkommen in den 90ern! Die Neunziger waren dominiert vom Retrochic der Siebziger, vermischt mit dem bevorstehenden Millenniumswahn. Die Neunziger waren in Frankreich die Wachablöse von Mitterrand zu Chirac – von Sozialistisch zu Konservativ. Genau in diesem Spannungsbogen bewegt sich die Familie Duval auf unterschiedlichen Ebenen. Die erste Ebene ist die Erkenntnis, dass wir alle älter werden – eigentlich nichts wirklich neues. Die zweite Ebene bedient streckenweise Klischees der damit verbundenen Probleme, vermischt mit den Problemen des Erwachsenwerdens und des Familienlebens. Die dritte Ebene nimmt wohl jeder anders wahr. Man könnte natürlich munkeln, die Linke in Frankreich versucht mit dieser Persiflage einer französischen Durchschnittsfamilie, für die neuen Herausforderung in der Familienpolitik zu sensibilisieren. Man könnte auch meinen, man weint den guten alten sozialistischen Zeiten nach. Typisch französisch ist der Film auf alle Fälle, die schauspielerische Leistung sehenswert und der Soundtrack auch nicht von schlechten Eltern.Labels: Filmkritik
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Gestern hab ich mir also den neuen Batman angesehen. Und was gebetsmühlenartig gepredigt wird kann ich nur bestätigen: Heath Ledger hat eine oscarreife Leistung dargeboten: vom Feinsten. Der Film jedoch blieb unter meinen Erwartungen. Langatmig, viel zu lange, holprige Handlungsstränge und streckenweise mühsame Kameraführung erschweren das Kinoerlebnis. Ich habe Leute beobachtet die während des Films das Handy aufgedreht haben und weiß der Kuckuck was damit gemacht haben – abgesehen vom elendigen Rascheln der Chipstüte. Zuviel Knallbummszeugs konnten Christopher Nolans Erstlingswerk, das bei weiten tiefschürfender und philosophischer war, nicht topen. Dafür gab es einiges an richtig guten Comic zu sehen und den besten Joker, ever. Fazit: Zweitbeste Batmanverfilmung aller Zeiten.Labels: Filmkritik