Der gekaufte Messias mit Strahlkraft
Auch wenn einige, eventuell sogar wenige Juden (mehrheitlich aber der liberale Flügel) immer noch daran glauben, kann der Messias aber trotzdem kein Politiker sein. Niemals, denn Politik ist weltlich, so wie der Schwindel der mit der Politik betrieben wird. Deswegen warten die Juden auch noch immer. Der politische Messias - oder Politmessias wie man in Neusprech zu sagen pflegt, aber ist eine Wortschöpfung an der man hängen kann oder nicht. Eine Wortschöpfung die eine Brücke schlägt, zwischen der sowohl individuellen als auch kollektiven menschlichen Heilssehnsucht und der harten Realität – sprich: Weltpolitik. Die Hoffnung und die Euphorie waren jedenfalls gigantisch als Barack Obama die große Bühne der Weltpolitik betrat und ins Weiße Haus einzog. Der Begriff Messias wurde dabei medial beinahe inflationär verwendet – was auch gar nicht mal schlecht war, die Welt rückte dadurch irgendwie zusammen, denn ein Messias, wenn auch nur ein politischer Messias, geht ja die ganze Welt an – nicht nur die USA. Trotzdem vereinnahmte die Weltlinke ihren Barack Obama gänzlich und schuf eine neue globale linke Galionsfigur. Schließlich war die Weltlinke in Sachen charismatischer Führungspersönlichkeiten mehrheitlich ausgehungert. Die Ernüchterung aber folgte leise und auf Raten. Als Barack Obama den Friedensnobelpreis erhielt und gleichzeitig die Truppen in Afghanistan aufstockte, schüttelte die Welt bereits den Kopf. Ich aber nicht, denn was kann Obama dafür, wenn die Schweden einen Schnellschuss in Sachen Weltfrieden riskieren. Jetzt aber ist Schluss mit dem Messias Schwindel. Obama wird die Atomkraft ausbauen. Das Obama in seiner Präsidentschaftskandidatur finanzkräftige Unterstützer hatte war klar – man ahnte bisher nur noch nicht, woher die Gelder genau kamen. Jetzt ist die Katze aus dem Sack, Obama lies sich von der Atomlobby kaufen – anscheinend sieht der Simpsons Fan wenig Gefahren in der Atomenergie, obwohl im Wahlkampf von Wind und Sonne die Rede war. Damit ist nun aber das endgültige Ende des vielgerühmten „Change“ eingeläutet. Einen Change wird es nicht geben. Oft ist ein Wolf im Schafspelz schlimmer, als ein Schaf im Wolfspelz. Obamas Argument, mit den aufstrebenden Rivalen China, dass ebenfalls die Atomkraft ausbaut, mitziehen zu müssen ist geradezu erbärmlich, phantasielos und ein Tritt ins Gesicht seiner Wähler. China ist immernoch ein kommunistisches Regime. Bruno Kreisky hatte in Sachen Atomenergie auch einen blinden Fleck, allerdings war die Atomenergie in den 70er Jahren noch durch ideologische Positionen dominiert. Die Entstehung der Grünen Politik nahm dadurch seine Anfänge in Europa. Wer allerdings nach Tschernobyl noch ein Pro für Atomkraft übrig hat, ist entweder dem Wahnsinn verfallen oder aber gekauft - wie Obama eben. Und dabei ist das Unfallrisiko noch nicht mal die einzige Sorge. Es ist ja schon Energiepolitischer Schwachsinn, nach Erdöl auf eine weitere begrenzte Ressource, das Uran zu setzen. Uranabbau gestaltet sich außerdem schwierig und sein Vorkommen ist bei anhaltendem Einsatz noch 50 – 200 Jahre vorhanden. Es verhält sich also wie Erdöl – irgendwann wird es knapp und teuer werden. Das eigentliche, gravierende Problem liegt aber in der Entsorgung des Atommülls. Das ehemalige Salzbergwerk Asse, in Niedersachsen zeigt deutlich den Wahnsinn der Atompolitik. Als Endlager für Atommüll fungierte es bereits seit Mitte der Sechziger Jahre. Heute steht man vor dem Super Gau in Asse. Wasser dringt in den Salzstock ein und im Januar 2010 schlug das Bundesamt für Strahlenschutz vor, den Atommüll komplett aus dem maroden Lager zu bergen. Der radioaktive Abfall soll nun im Schacht Konrad, einem stillgelegten Eisenerzbergwerk in Salzgitter, endgelagert werden. Wie man ein Endlager räumt und den Müll in ein anderes Lager transportiert, ist derzeit ein deutsches, in Wahrheit aber ein weltweites Problem. Obama jedenfalls, ist also weder der Messias, noch ein politischer Messias, er ist nicht mal mehr ein Reformer. Denn wie möchte dann sein Gesundheitssystem verstanden sein, wenn gleichzeitig Atommeiler hochgezogen werden. Wenn eines davon dann in die Luft geht wie in Tschernobyl, will er sich dann hinstellen und eine seiner glühenden Reden auf sein neues Gesundheitssystem halten. Ist das der Preis dafür oder aber das Auffangnetz im Ernstfall? Wenn wir seriös bleiben wollen und die Form wahren möchten, müssen wir uns schon fragen was von Obama übrig blieb. Wenn wir seriös bleiben wollen, müssen wir uns auch darum sorgen, dass nun auch in Europa wieder diese elende Diskussion hochgefahren wird. Die Strahlkraft des Barack Obamas will im neuen Jahrzehnt folglich anders verstanden sein und wir dürfen gespannt sein, welche Finanziers noch seinen Wahlkampf gesponsert haben. Eines ist jedenfalls sicher - die Welt der Linken ist um einen gekauften Messias ärmer, orientierungslos und desillusioniert. mehrLabels: Amerika




























