Freitag, 27. November 2009

Das Leben als Superkandidat


Schon jetzt, bevor ich noch an der Seite des Finanzministers unser Land wieder auf geordnete Bahnen und goldene Wege führe, steht mein Leben Kopf. Immer und überall wollen mir nun alle Leute mitteilen – wie wichtig es ist, für unser geliebtes Österreich, dass gerade ich gewinne. Dass gerade ich Superpraktikant werde. Und ich antworte den Menschen die mir jetzt so zahlreich ihre Sorgen erzählen, wie ich immer antworte – ja freilich werde ich mein Bestes geben. Ich bin hier um den Weltfrieden zu sichern – und alles passiert wie ich es sage, selbstredend noch zu betonen, daß ich mir dabei von Niemand gutgemeinte Ratschläge geben lasse. Ich bin im Auftrag des Herrn unterwegs und jetzt geht´s um alles, die Zukunft des Landes, die Zukunft der Welt und die Zukunft der Österreichische Fußballnationalmannschaft. Alles hat dabei selbengleichen Stellenwert. Gerade jetzt wo wir so knapp vorm Weltuntergang stehen und wo beinahe schon täglich irgendwelche halbverrückten Lausbuben und auch garstigen Schulmädchen in den Schulen Amok laufen. Immer bekommen sie von irgendwo eine Schusswaffe daher und ballern dann einfach drauf los, dass nur das Blut so durch die Schulgänge spritzt. Dann wenn die Särge auf den hiesigen Friedhöfen, einer schön neben dem anderen, aufgereiht stehen um selbige mit haufenweise Blumen und schönen Kerzen zu schmücken, dann - ja dann sind alle immer sehr traurig und die Bilder gehen ein paar Tage um die Welt und alle sind wie immer entsetzlich schockiert. Wenn sich dann alles wieder beruhigt hat, geht alles wieder wie gewohnt unverändert weiter. Bis die nächsten Lausbuben und garstigen Schulmädchen die nächsten Schusswaffen in die Finger bekommen und wieder wahllos unschuldige Schulkollegen und innen in den Kopf schießen, dass das Blut nur so durch die Gänge spritzt und Gehirne an den Wänden kleben. Ich finde diese Entwicklung ja eher bedenklich. Immer so zu tun als ob das irgendwelche extrem entartete Einzelfälle sind. Ich kenne z.b. sehr viele Leute mittlerweile, die nur aus dem Grund nicht mehr U-Bahn fahren, weil sie Angst vor einem Amokläufer haben oder einem Junkie der sie am Bahnsteig auf die Gleise schubst. Fahren Sie doch mal U-Bahn in Wien und bewerten sie ganz objektiv die Stimmung in so einem Zug. Sie werden ebenfalls feststellen, die Stimmung könnte oft besser sein. Also Amokläufer sind sicher kein rein schulinternes Problem und obwohl es vielen Eltern gleichgültig ist, wenn sich ihr Kind tagelang im Kinderzimmer einsperrt und Computerballerspiele spielt, sind sie trotzdem immer wahnsinnig entsetzt wenn ihr eigenes Kind zum Amokläufer wird. Oft kennen Eltern ihre Kinder gar nicht wirklich. Da bekommt eine Mutter Kinder und arbeitet rund um die Uhr weiter – gibt die Kinder zu Nannys, nur damit eben kein Schaden in der Pensionsberechnung stattfindet, weil einmal in Karenz – ist der Traumjob weg. Das ist selbst im Hohen Haus so und schafft einen wahnsinnigen Leidensdruck für die Frauen, da sie die schönste Zeit mit den Kindern einfach für immer verloren haben. Aber lassen wir das, seit Hr. Schüssel die Pensionen gesichert hat, weiß keiner mehr so genau, wie das mit den Pensionen weitergehen soll. Aber zurück zu Österreich und den Weltfrieden. Da gibt es kein Oben und kein Unten nicht. Beides ist zentral miteinander verbunden. Geht es Österreich gut, geht es dem Weltfrieden gut. So war das schon immer. Früher, wenn wir weit zurückdenken, noch weiter zurückdenken, damals vor dem ersten Weltkrieg, als ein gewisser Herr Hitler versucht hat in Wien Künstler zu werden. Das ist ja global ganzheitlich historisch betrachtet die eigentliche Schlüsselgeschichte in der Geschichte des Weltfriedens. Damals hat alles begonnen. Hätte man ihn doch bloß Künstler werden lassen. Aber Wien hatte schon immer eine eigene sehr elitäre, undurchschaubare Definition davon, wer in diesem Land Künstler werden darf und wer nicht. Auch der darauf folgende erste Weltkrieg und die spanische Grippe konnten den Herrn Hitler nicht mehr stoppen. Es schien damals fast so, als ob diese Demütigung, nicht Künstler werden zu dürfen ihm einen Freibrief des Schicksals bescherte – auf das die ganze Welt auf ewig sich dieser Schmach erinnern soll. Und Hand auf´s Herz liebe Österreicher und rinnen:


Es ist eben verdammt hart in Österreich Künstler zu werden.

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Dienstag, 24. November 2009

New Moon



Am Sonntag war ich wieder einmal im Kino (natürlich inkognito), Premiere der Twilight Fortsetzung als Doublefeature im Cineplex Wien – Reichsbrücke. Also beide Teile und somit 5 Stunden Kino hocken. Ganz freiwillig war das natürlich nicht, da ich den ersten Teil schon eher mühsam fand. Meine weibliche Fangemeinde und gleichzeitigen Vorsitzenden des Superpraktikantenkoordinationsteams stellten mir aber nach dem Kino einen Besuch im Irish Pub in Aussicht. Ich konnte mich also nach dem Kino gscheit volllaufen lassen und wurde heimchauffiert. Da konnte ich unschwer nicht nein sagen. Trotzdem war´s mühsam, obwohl beim zweiten Mal anschauen des ersten Teils, so einige Details auffielen, die mir beim ersten Mal entgangen sind. Bella z.b. steht am Beginn des ersten Teils mit einem Kaktus irgendwo in der Wüste. Den Kaktus hab ich erst am Sonntag gesehen. Im zweiten Teil verwandeln sich die Indianerburschen aus dem ersten Teil in Werwölfe. Das wurde technisch tadellos in Szene gesetzt. Die Handlung gewinnt aber nicht wirklich dadurch, dass nun Werwölfe und Vampire die hübsche Bella beschützen wollen. Bellas Vampirfreund Edward hat jedenfalls ziemlich die Schnauze voll und reist nach Italien, obwohl er in einer Szene in Rio de Janeiro in einem Hotelzimmer steht. Er will sich in Volterra, einem malerischen Ort in der Toskana, den Menschen zeigen damit sie ihm mit silbernen Kugeln erschießen und Holzbalken durchs Herz stoßen. Bella rettet ihn aber gerade noch rechtzeitig - in allerletzter Sekunde. Dann wollen ihn die ortsansässigen Vampire töten und Bella soll auch getötet oder in einen Vampir verwandelt werden. Irgendwie kommen sie aber heil aus diesem Handgemenge und dann gibt´s noch eine Eifersuchtsszene im Wald mit dem Indianerburschen der eigentlich ein Werwolf ist. Bella gelingt es aber mit viel diplomatischem Geschick alle heil aus dieser brenzligen Situation zu retten. Dann will sie ein Vampir werden und der Werwolf ist aber dagegen. Also wird bei den Vampiren daheim basisdemokratisch abgestimmt. Bella gewinnt die Wahl und Edward ist bissl enttäuscht. Am Ende des Films macht Edward Bella einen Heiratsantrag.

Fazit: Insgesamt ein eher bemühter und extraschmalziger Sagenklamauk mit durchaus brauchbaren technischen Effekten. Kindern, Jugendlichen und Schwangeren ist der Konsum des Films allerdings dringenst abzuraten. Das Buch soll angeblich besser sein, aber das sagen sie ja immer - die Bücherkinoleute, um ihre intellektuelle Überlegenheit im Cinemascopuniversum zu unterstreichen. Ich les ja generell keine Bücher mehr die auf die Leinwand tapeziert werden - umgekehrt aber auch nicht.


Bewertung: * *


(Bild: © warnerbros.com)

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Samstag, 21. November 2009

Arbeit gibt es genug


Doch nicht jede Arbeit wird entlohnt. Warum?
Weil nicht jede Arbeit Gewinn bringt.


Als Superpraktikant werde ich natürlich mit einem Themenkatalog die einwöchige Reise in die Politik antreten. Themen gibt es ja Gott sei Dank wie Sand am Meer. Das Entscheidende ist aber, wie man die Themen reiht – also braucht man eine Prioritätenliste. Die eigentliche Kunst der Politik ist ja nicht nur das Lösen hochkomplexer Probleme, wie z.b. der Semmering Basistunnel. Es besteht v.a. auch in der Kunst Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen. Das ist natürlich schwierig, weil es ja um ein ganzes Land geht und jede Gruppe ihre eigene Prioritätenliste im Kopf hat. Ein Regierungsprogramm ist somit vereinfacht ausgedrückt eine Prioritätenliste, was in einer Legislaturperiode umgesetzt, realisiert werden soll. Mit ziemlicher Sicherheit steht vom Superpraktikant nichts im Regierungsprogramm. Wir sehen also, die Zeit in der wir leben ist immer fließend und jeder gute 5 Jahresplan wird nie eins zu eins umgesetzt. Das geht auch gar nicht, weil wir ja keine Roboter oder Maschinen sind und auch nicht die Zukunft vorhersehen können. Als das Jahrhunderthochwasser 2002 Österreich in einen Sumpf verwandelte, hat man schnell reagieren müssen. Niemand konnte damals hergehen und sagen: „Das steht aber so nicht im Regierungsprogramm.“ Die Weltwirtschaftskrise steht aber mit Sicherheit im aktuellen Regierungsprogramm. Doch zurück zur Prioritätenliste. Die Überschrift jeder Prioritätenliste lautet immer:

Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann.

Wir brauchen also eine Prioritätenliste. Ehrlich gesagt, hab ich z.b. zum Semmering Basistunnel noch keine Meinung gefunden. Ist das gscheit, oder nicht? Wo genau liegen die Gefahren und Risken, wo liegt der Benefit? Eventuell wäre es nicht unklug, eine breite Diskussion darüber vom Zaun zu brechen, die Leute aufklären und dann eine Volksabstimmung durchzuführen, bevor man ernsthaft mit den Bauarbeiten beginnt. Und wo würde man jetzt eine Volksabstimmung zum Thema Semmeringbasistunnel in der Prioritätenliste reihen wenn wir sie gleichzeitig dem Thema Österreichische Bildungsreform gegenüberstellen? Weil Hand auf´s Herz liebe Leute, wir brauchen schon mehr als eine einmalige Abspeisung für die Unis. Wir brauchen den großen Wurf in der Bildungsfrage. Zurzeit sieht die Lage wie folgt aus. Wir haben eine große Baustelle, die Unis sollten in eine quasi Light Version der Fachhochschule umgebaut werden und jetzt ist die Österreichische Universität weder Fisch noch Fleisch. Was tun wir jetzt?

Schon melden sich die Kindergärtnerinnen, dass dort auch alles schief läuft – seit Jahrzehnten. Wenn wir dann noch von den Schulen reden, na dann gute Nacht. Wir sehen also wir haben einen gewaltigen Reformbedarf in Sachen Bildung. Da brauchen wir jetzt die richtige Lösung und weder die ideologisierte sozialdemokratische Gesamtschule, noch die neoliberale Leistungsschmiede, wo am Ende gut ausgebildete Roboter produziert werden. Die richtige Lösung ist sicherlich, dass wir gut durchdachte Modelle (vergessen wir auch nicht das Modell Einbildung - denn auch Einbildung ist eine Bildung) vorstellen und die Gesamtbevölkerung darüber abstimmen lassen, welchen Bildungsweg sie in Zukunft gehen wollen – das ist Demokratie.

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Dienstag, 17. November 2009

+ + Bitte täglich voten + + + Bitte täglich voten + +



Bitte klicke hier um deine Stimme abzugeben
Du darfst jeden Tag einmal abstimmen


Warum Du mich wählen sollst, ist leicht erklärt:


Der richtige Mann geht nicht in die Politik um Karriere zu machen, nein, nein - das wäre viel zu profan und geistlos. Der richtige Mann geht auch nicht in die Politik um nach Macht und Geld zu streben, nein, nein - das wäre viel zu platt und schal. Der richtige Mann geht auch nicht in die Politik um Krieg zu spielen, nein, nein - das wäre viel zu absurd und unrühmlich.

Der richtige Mann geht in die Politik um die Welt zu verändern
und kämpft täglich für den Weltfrieden.

All das und noch vieles mehr werde ich auf meiner einwöchigen Reise in die Politik überprüfen. Ob die auch alle hier richtig sind, oder ob es die eine oder andere Verirrung gibt in der Berufswahl einzelner Politiker des Hohen Haus. Und dabei werde ich nicht nur unserem Finanzminister auf den Zahn fühlen, sondern der gesamten Regierung und Opposition. Ich werde ihnen die Wadln viere richtn und ordentlich die Leviten lesen. Täglich in der Früh, nach der Morgenmeditation werde ich die gesamte Regierung vorsorglich gemeinsam mit der Opposition gründlich auspeitschen - als gutes altes Hausmittel im Sinne einer guten und effizienten Zusammenarbeit. Danach werde ich mit der Regierung die Opposition auspeitschen. Wenn dann noch einer frech ist und/oder aufmüpfig, bekommt derjenige noch a gsunde Watschn nachgschobn! Wer lacht, bekommt auch gleich ane betoniert. Dann wird gearbeitet – ihr bekommt von alledem hier einen Exklusivbericht. Zu Mittag wird eine ordentliche Mahlzeit eingenommen und dabei werde ich penibel darauf achten, dass alle gesund essen und sich keiner zum Mc Donalds verdrückt. In der Woche wo ich Josef Pröll begleite, werde ich sofern unsere Geschäfte im Hohen Haus stattfinden allen Parlamentariern ihre Zeitungen wegnehmen. Wer es trotzdem wagt, während einer Plenarsitzung Zeitung zu lesen, Nase zu bohren oder Youtube Videos zu schauen, wird mit dem guten alten Rohrstaberl gezüchtigt und bekommt gscheit was auf die Finger. Wenn am Abend die Arbeitsleistung der Regierung und der Parlamentarier halbwegs manierlich war, werde ich allen und v.a. allen voran Josef Pröll die Mass gscheit anfüllen. Nach ein bis zwei Mass beginnt dann meine eigentliche Arbeit. Überzeugungsarbeit für die Notwendigkeit einer gesunden Demokratie und Volkswirtschaft.

Das Fundament der Demokratie ist die freie Bildung.

Josef Pröll soll mir dann mal ehrlich erklären, wieso in den 70ern der Bildungsetat bei 5-7% des BIPs liegen konnte und wir uns in aller Selbstverständlichkeit den freien und barrierefreien Hochschulzugang leisten konnten und warum das heute nicht mehr funktionieren soll. Heute liegt das Budget für die Universitäten bei 1,3% des BIPs und soll lt. EU Vorgabe ab 2011 – 2020 auf 2% angehoben werden. Das soll mir mal jemand erklären. Wenn dann wieder herumgeschwindelt wird, sehe ich mich gezwungen ein für allemal die Infiltration der Illuminaten im Österreichischen Parlamentarismus aufzudecken.


Bitte hier deine Stimme abgeben :)

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Donnerstag, 12. November 2009

Was kein Schwein weiß und Niemand ahnt




Gedanken zur Schweinegrippe...


Stark auffällig in Causa Schweinegrippe ist die Impf Propaganda. Dabei denkt sich auch Niemand etwas, da es ja so logisch erscheint, eine maximale Durchimpfung erzielen zu wollen und das weltweit. Trotzdem wollen wir wachsam bleiben und nach alternativen Antworten zum gängigen Meinungsbild Ausschau halten. Hierfür stand ich nun sieben Tage und sieben Nächte auf Masttopp, zu suchen nach der Wahrheit abseits der beglückenden Frohbotschaft, eines uns schützen wollenden Impfstoffes. Zunächst muss man sich den Impfstoff ansehen und seine Zusammensetzung bedenken. Führend in der Produktion des neuen A/H1N1 Impstoffes sind Baxter mit Celvapan®, GlaxoSmithKline mit Pandemrix® und Novartis mit Celtura®.

Die Zusammensetzungen der verschiedenen Impfstoffe sind genauso unterschiedlich, wie deren Herstellungsverfahren. Auch die Zulassungsverfahren der einzelnen Impfstoffe sind, wie könnte es anders sein, unterschiedlich. Nicht immer hat die Europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung erteilt. Die Mediale Aufarbeitung über die Schweinegrippe und die kursierenden Impfstoffe ist in ihrer Vielfalt kaum zu überbieten und mündet trotzdem und/oder gerade deswegen am Ende des Tages, v.a. aber auf Grund von Bildern die einen Massenansturm der Impfstellen vermitteln soll, in einer weltweiten Impfpropaganda. Soweit so schlecht.

Die Entscheidung liegt am Ende des Tages bei jedem Einzelnen – ähnlich wie die Ausstellung des neuen Reisepasses mit biometrischen Daten. In Österreich ist der neue Reisepass mit Fingerprint seit März dieses Jahres erhältlich – natürlich freiwillig, Niemand wird dazu gezwungen. Wir leben in Zeiten, wo Niemand weiß, was die weltweite Forschung in den Bereichen Molekulare Biotechnologie, Bioinformatik, Gentechnologie an Produktivergebnissen bereits vorzuweisen hat. Abgesehen davon, dass in CERN nach Antimaterie geforscht wird, also nach dem Stoff der vor dem Urknall im luftleeren Nichts herumschwebte. Wenn wir annehmen, wie Schiller sagt: „Das Universum ist ein Gedanke Gottes.“ So wird in CERN daran geforscht, wo Gott war bevor ihm dieser Gedanke kam. Eventuell war er im Bett und laborierte an einer Grippe – das jedoch ist eine andere Geschichte und soll zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden.

Bekommt nun die Zulassungsstelle den Impfstoff, so werden ähnlich wie bei einem Labortest, Dopingtest, die Dinge untersucht die der Zulassungsstelle bekannt sind. Sie suchen nicht nach etwas, von dem sie nichts wissen. Diese Praxis macht sich das moderne Doping zu nutze, genauso wie Programmierer von Computerviren. Eine Antivirussoftware kann nur nach den ihr bekannten Viren suchen. Früher war das anders. In Zeiten der Dampfmaschine, als die Morgenstunde der Elektrizität langsam dämmerte, wussten die Leute oder ahnten zumindest, dass nach dem Stoff geforscht wird, der den Blitz erhellt bevor er einschlägt. Heute wissen wir zwar, dass über uns eine unfassbare Unmenge an Satelliten kreisen, die allesamt unterschiedliche Aufgaben haben, aber wir sehen sie nicht und vergessen sie einfach, wenn wir den Fernseher einschalten. Doch es kreisen nicht nur Fernseh und Nachrichtensatelliten über uns, auch Forschungssatelliten und Geheimdienstsatelliten sind dabei und das in rauen Mengen. Mittlerweile sind die Erdtrabanten ein weltweites Geschäft, deren Geldflüsse schon seit Jahren zunehmend aus privaten Kreisen stammen. Viele dieser Wahrheiten sind uns bekannt, doch in der Tretmühle des Alltags, verlieren wir immerzu den Blick darauf und lassen uns blenden und allzu gerne in die Irre führen. Jeder von uns kennt z.B. den Strichcode (Barcode), der auf beinahe jedem Produkt bereits zu finden ist. In dem Code kann der Preis des Produkts gespeichert werden. Niemand bedenkt, dass ein Code auch auf molekularer Basis und in flüssiger Form hergestellt werden kann. Wenn Niemand den Code kennt, kann auch Niemand danach suchen. Man könnte einen Code ohne Probleme einfach als Impfung verabreichen. Was benötigt wird ist eine Menge an Personen, die das mit sich machen lassen, die sich erfassen lassen, ganz freiwillig und am Besten für eine gute Sache.

Das Schlagwort Gläserne Mensch ist seit Jahren im Umlauf und es bedarf keiner großen Phantasie, in der aktuellen Grippe Impfung die Realisierung zu erkennen. Jeder Impfstoff hat eine Registriernummer, also einen Code und jeder der sich impfen lässt wird dieser Nummer zugeordnet. Besser geht’s gar nicht. Ein leichtes Spiel für den Satellit. Zusätzlich zum Code wird auch ein Programm mitgeimpft, dass sich aktiviert und womit Daten aus dem Organismus abgerufen werden können. Es geht um Daten. Wir leben in einer Wissens und Datengesellschaft. Je mehr Daten, desto mehr Wissen kann geschöpft werden. Was nun, wenn eine Menge Daten eine Menge Wissen für die falsche Gruppe schafft, beispielsweise die Illuminaten, die Mafia oder eine andere Gruppe, die nur ein Ziel kennen: Die Weltherrschaft. Was wenn mehrere Gruppen im Kampf um diese Daten den Schweinegrippevirus kreiert haben und wir uns bereits im ersten großen Datenkrieg befinden? Das alles weiß kein Schwein und ahnt noch Niemand und könnte doch unsere Wirklichkeit sein – das ist alles andere als unrealistisch.

Mittwoch, 11. November 2009

Wie Niemand die Sezession begann



Aus einer nicht allzu fernen Zukunft, als sich Europa erneut im Krieg befindet…


Wieder war Krieg ausgebrochen, Krieg gegen eine neue Macht. Nachdem die neuen EU Fürsten das europäische Berufsheer einführten, transformierten sich die nationalen Militärs in modulare Einheiten des Zivil und Katastrophenschutz; Grenzschutz für die Staaten mit EU Außengrenzen. Zusätzlich war Europa an seinen Außengrenzen enorm gewachsen. In Wahrheit gab es gar keine Außengrenzen mehr und obwohl bis auf einen kleinen Inselstaat im Südwesten des Pazifischen Ozeans, östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland, alle Staaten der Erde der EU beigetreten waren, oder der USA, wusste davon in Wahrheit Niemand. Ebenso war Niemand bereit Argwohn gegen diese Entwicklung Vorschub zu leisten und Niemand war Anführer der neuen Macht.

Der neue Krieg Europas fand verteilt auf allen Kontinenten statt – nur eben nicht am alten Kontinent Europas. Die Bürger Europas führten ein sorgenfreies Leben und wurden mit geschönten Informationen gefüttert, so wie bei allen Kriegen. Bis zu dem Tag, der alles verändern sollte und die Wende im Krieg einläutete.

In Vaiaku, der Hauptstadt von Funafuti, einer Insel der Tuvalu, der letzten EU freien Bastion, tobte nun schon seit Jahren ein Zeitungskrieg um die Vorherrschaft im Kampf um die große Zeitungsente Maafatia.
Zeitung1 berichtete beispielsweise darüber, dass die Chinesen am Mond Schweinefarmen betreiben würden, zum Leidwesen der ortsansässigen Exilmarsianer, die den Chinesen rücksichtslose Ausbeutung der Rohstoffe vorwarfen und die Schweinefarmen für Attrappen hielten.

Daraufhin berichtete Zeitung2, dass der 250. Geburtstag Friedrich Schillers, in Marbach am Neckar in einem Eklat endete. Angeblich soll die Unterschrift von Friedrich Schiller das deutsche Austrittsansuchen (im Artikel 50 des Vertrags von Lissabon geregelt) aus der EU besiegeln.

Über Jahre mutmaßte man in Deutschland, wer den Austritt aus der EU namentlich unterschrieben hatte. Wieder war es Niemand der sich dafür verantwortlich erklärte. Die Erklärung nun, aus Tuvalu, wurde für viele Menschen eine realistische Antwort, obwohl die wahren Absichten dahinter so offensichtlich waren. Maafatia allerdings war besänftigt und Niemand, als Anführer der neuen Macht, konnte damit neue potentielle Staaten für die Sezession gewinnen.

*

"Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,

Vor dem freien Menschen erzittert nicht!"

- Friedrich Schiller -

Montag, 02. November 2009

Warum wir wütend werden müssen!


Glauben wir niemanden. Keinen Zeitungen, keinem Fernsehen, nicht dem Radio und keinem Buch. Alles ist gefälscht, gefärbt, gelogen und beschönigt. Wer die Geschichtsbücher schreibt, war und ist immer davon abhängig, wer den Krieg, die Revolution, die Konterrevolution, die Krone, Macht und Gold gewonnen hat. Es ist aber eine Binsenweisheit, dass Kriege nicht gewonnen werden können – von niemand und Revolutionen nur Illusionen sind. Einzig Gold und Macht sind die Realitäten der Geschichte. Somit also, kann es aber auch keine wahre, absolute Geschichte geben, alles ist relativ und bleibt im Jetzt dynamisch. Geschichte ist. Alles was ist, passiert immer jetzt. Nicht gestern – gestern ist längst passiert und Morgen passiert erst, da werden wir noch sehen. Spüren wir das Jetzt. Greifen wir zum Telefon, zur Axt, zum Hammer und wenn es sein muss greifen wir zum Schwert - jetzt. Denn so darf es nicht weitergehen. Das wissen wir doch und trotzdem tun wir nichts dagegen, weil unser Kühlschrank noch voll ist – noch, weil wir noch Strom für unser abendliches Fernsehprogramm erhalten – noch, weil es an den Tankstellen noch Benzin zu kaufen gibt – noch. Doch seien wir gewiss, sehr bald schon wird sich das ändern. Denn sobald der tschechische Präsident dem allseits gewachsenen Druck nicht mehr standhalten kann, wird er nachgeben und den Vertrag von Lissabon unterschreiben, schließlich ist er Politiker und auch nur ein Mensch. Und damit, liebe Brüder und Schwestern geht es los mit der Schose.

Die Rüstungsindustrie fährt hoch, das Tier der Apokalypse wird entfesselt und weiht sich selbst zum neuen Zukunftsapostel. Europa schützen, heißt das Motto im neuen Globalen Dorf - nur gegen wen oder was? Eventuell gegen die Chinesen oder die Außerirdischen. Wir dürfen uns das nicht länger bieten lassen, wir müssen was tun. Doch ich spreche nicht von einer Revolution, die wir nun zu organisieren haben, denn Revolutionen gab es viele und ich sage Euch, bei meinem allwissenden Papagei: „Wahrlich, Wahrlich liebe Freunde – der Revolutionen bin ich müde, zu viele Schlachten liegen schon hinter mir, zu viele Opfer sind zu beklagen und beim Jupiter so sage ich Euch: die Revolution ist eine Illusion!“

Nein liebe Freunde, wir müssen etwas völlig anderes, etwas gänzlich Neues vollbringen. Wir sind dabei Neuland zu betreten, wir sind dabei Geschichte zu schreiben. Denn: wir müssen wieder normal werden. Jeder Einzelne von uns. Alle gemeinsam müssen wir wieder normal werden. Und ich spreche nicht von ein bisschen Normal, so normal, was man auch mal zwischendurch bei gutem Wind durchblicken lässt – nein, nein! Ich sage Euch, was wir brauchen ist die gute alte wahre Normalität vom Anfang der Zeit. Sie ist die Zurückgekehrte, die aus den Tiefen der Zeit Zurückgeeilte um uns am Wendepunkt der Zeit, den Weg ins wahre Licht zu tauchen. Zu lange wanken wir schon auf dunklen Pfaden vieler Irrlehren. Mit zerschlagenem Geist und erloschenem Feuer der Vernunft dünkeln wir in den Niederungen unserer kulturellen Errungenschaften und niemand offenbart uns den Wahnsinn unseres Tuns. Stehen wir nun auf, klopfen uns mit der Faust auf´s Herz und sprechen: „Sie ist zurück die alte Glut, wie gut das tut!“ Dann gehen wir raus und wann immer uns etwas nicht normal vorkommt und ich wette, das passiert mehrmals am Tag, weichen wir nicht mehr aus, wie sonst. Lassen wir die Wut zu, lassen uns führen, doch nicht zu Zorn oder Gewalt verführen und kämpfen den Kampf der Gerechten, für die gute alte Normalität. Jeder neue Funke Normalität wird neue Funken an Normalität entfesseln und aus einem beginnenden Funkenfeuer wird mit der Zeit ein Lauffeuer. Brennen wir die Kathedralen der Lüge nieder, zerstampfen ihren Gewinn zu Staub, peitschen die Prediger der Irrlehren aus ihren Nestern und verbannen sie ans Ende der Welt. Nageln wir ihnen noch mahnende Worte auf ihre Ärsche, kleben ihnen noch die Logos ihrer Lehren auf die Koffer und winken ihnen in frohen Gesängen nach. Jede Schlacht ein Sieg – so soll es sein. Werden wir wütend – der Krieg beginnt.

Sonntag, 01. November 2009

Jeanne d’Arc: Die Heilige mit Schwert und Rüstung

Heute an Allerheiligen, ist die Auswahl an Heiligen beinahe schon unüberschaubar geworden. Auch wenn viele ihre eins, zwei, drei Lieblingsheiligen haben, so sind es doch in Summe eine große Schar und jeder Einzelne von ihnen lebte ein bemerkenswertes, oft unglaubliches und immer ungebeugtes Leben im felsenfesten Glauben und im Dienste unseres Herrn. Eine Figur allerdings ragt besonders aus der europäischen Geschichte hervor, deren Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit nicht nur dadurch gekennzeichnet war, dass es sich um eine Frau handelt die zeitlebens eine Jungfrau war, selbiges schaffen auch heute noch zahlreiche Frauen. Viel entscheidender war ihre Rolle im Hundertjährigen Krieg, als sie die englische Belagerung von Orléans, der als Schlüssel zu Südfrankreich gilt, am 8. Mai 1429 aufhob und damit die Wende des Krieges einläutete. Die Engländer zogen sich in der Folge bis zum Ende des Krieges 1453 fast völlig vom Festland wieder auf die Insel zurück, nur Calais folgte erst 1559 unter die französische Krone. Jeanne d’Arc war jedoch nach der Befreiung Orléans kein Glück beschieden. Nach der Krönung Karl VII wollte sie nach Paris vorstoßen, doch ihr Versuch am 8. September 1429 scheiterte. Karl VII wendete sich daraufhin von ihr ab und Teile der Armee versagten ihr die Unterstützung. Im Mai des folgenden Jahres wurde sie von den Burgundern festgenommen und für 10.000 Franken an die Engländer verkauft. Das Schicksal Jeanne d’ Arc war besiegelt, sie erfuhr keine Gnade durch die Englische Krone und wurde am 30. Mai 1431 als notorisch rückfällige Ketzerin auf dem Scheiterhaufen am Marktplatz von Rouen verbrannt. Ihre Asche wurde in die Seine gestreut. Jeannes Mutter bemühte sich darum den Prozess neu aufzurollen und 24 Jahre später, am 7. November 1455, eröffnete Karl VII vor dem Hintergrund veränderter politischer Verhältnisse in der Kathedrale Notre-Dame de Paris einen Rehabilitationsprozess. Am 7. Juli 1456 wurde das Urteil verkündet: die vollständige Rehabilitierung - allerdings ohne diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die ihren Tod verursacht hatten. Am 18. April 1909 wurde Jeanne d’Arc von Pius X selig- und am 16. Mai 1920 von Benedikt XV heiliggesprochen.