Auf die Piste, fertig, Prost!

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Zwischenstop am AutodachLabels: Gustav
Reden wir über Wahrscheinlichkeiten. Wahrscheinlichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Wahrscheinlich gibt es unendlich viele Wahrscheinlichkeiten. Wahrscheinlich gibt es unendlich viele Welten und unendlich viele Wirklichkeiten. Ob es auch unendlich viele Wahrheiten gibt, wird geschichtlich betrachtet meistens kontrovers gesehen und empfunden. Wenn ich dem täglichen Sachzwang erliege und mich dem Existenzkampf widme, fahre ich hin und wieder mit dem Bus. Bei Minusgraden ist es kein vorrangiges Vergnügen mit dem Motorrad zu fahren. Mein Bike steht schon seit den ersten feuchten Herbsttagen, wenn schon nasse Blätter auf der Fahrbahn kleben, gut verpackt im Warmen und macht Winterschlaf. Andere in meinem nahen Umfeld frönen dem Luxus, ein eigenes Auto in der Garage zu pflegen. Die Busfahrer, die täglich bei klirrender Kälte, alle zwei bis drei Minuten die Türe öffnen um Fahrgäste ein und auszuladen, haben gerade keinen gemütlichen Job und sind dennoch froh und dankbar, Busfahren zu dürfen. Als Fahrgast steht es einem natürlich frei, nicht gerade die Türe beim Fahrer zu strapazieren. Einige Auserwählte englische Busfahrer, fahren aktuell mit hochbrisanter Botschaft: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott – deswegen genieße dein Leben und sorge dich nicht.“ Man stelle sich vor die UNO Schule im Gaza Streifen, hätte die Botschaft am Dach als Leuchtreklame betrieben. Die israelischen Bomben auf die Schule, hätten umso treffsicherer die Wahrscheinlichkeiten relativiert, als die EU, der Weltsicherheitsrat oder God himself, die Variablen für diese schwierige Rechenaufgabe definiert hätten. Israel darf wahrscheinlich alles und die Welt sieht zu und ermahnt. Nicht auszudenken, würde der Staat zugesperrt und das beliebteste Volk der Welt nach Hause geschickt werden, wahrscheinlich Madagaskar. Da lassen wir uns lieber die Wahrscheinlichkeit gefallen, der Iran baut die Bombe und möchte sich nicht mehr sorgen müssen und das Leben endlich genießen. Die Wahrscheinlichkeit, das der Gasboykott der Russen und das wahrscheinlich bevorstehende Wiedereinschalten des soeben abgeschalteten uralt Sowjet Reaktors Bohunice 2, WWER-440/230 – miteinander korrelieren und eine Verschwörung alter intakter KGB Netze ist, sinkt mit der Wahrscheinlichkeit, daß die Russen bis Wochenmitte wieder Gas nach Europa liefern. Ein Blick auf die umliegenden Atommeiler, befreit uns mit oder ohne Gas trotzdem nicht von den Sorgen. Weltweit wurden Ende 2007 210 Kernkraftwerke mit 439 Reaktorblöcken in 31 Ländern und einer installierten Gesamtleistung von 372 Gigawatt genutzt, um kommerziell Strom zu gewinnen. Zum Vergleich, das größte Wasserkraftwerk der Welt, der Drei Schluchten Damm in China erzeugt eine Leistung von 18 Gigawatt. Ein AKW erzeugt pro Reaktorblock im Schnitt zwischen 0,8 - 1,5 GW. mehrDie blaue Rose
Der Kaiser von China hatte eine Tochter, die war schön und sehr klug - und sehr, sehr eigenwillig: was sie nicht wollte, das wollte sie nicht. Und heiraten, heiraten wollte sie ganz gewiß nicht.
Am Hof und im ganzen Reich wurde darüber schon getuschelt: "Sie nimmt keinen Mann. Sie will keinen Mann! Was mag da nur los sein? Ist sie zu stolz? Oder kann sie nicht lieben? Oder ist sie am Ende gar verhext?" Ihr Vater, der Kaiser, drängte sie darum jeden Tag, doch einen Ehemann zu nehmen, und endlich sagte sie: "Also gut, ich werde heiraten - aber nur den, der mir eine blaue Rose bringt".
Da rief der Kaiser alle großen und wichtigen Männer des Reiches in seinen Palast, und sagte, derjenige solle seine einzige Tochter zur Frau bekommen, der ihr eine blaue Rose bringe.
"Eine blaue Rose? Eine blaue Rose! Hat man davon je gehört?!" Die Freier murmelten und murrten und machten sich davon. Und nur drei blieben übrig: der erste ein großer Kriegsheld, der zweite ein reicher Kaufmann, der dritte ein Gelehrter, bewandert in allen Wissenschaften und in der schwarzen Kunst der Hexerei. Und die versprachen nun alle drei, in dreißig Tagen zurückzukommen mit einer blauen Rose.
Der Kriegsheld rüstete sich und zog mit hundert Kampfgefährten gegen ein benachbartes Königreich, das war berühmt für seine Schätze. Und dem König des Reiches ließ er sagen: "Ich werde dich vom Thron stürzen und dein Reich zerstören, wenn du mir nicht eine blaue Rose bringst!" Der König erschrak, und mit ihm sein Reich, und seine Diener und Ratgeber überlegten hin und her, bis endlich einer in einer Schatzkammer einen großen blauen Edelstein fand, einen gewaltigen Saphir. Den brachte man zu einem Edelsteinschleifer, der schnitt daraus eine blaue Rose, die gab man dem fremden Krieger, und der zog zufrieden ab.
Der Kaufmann durchforschte all seine Lager und Speicher und ließ auf allen Märkten im Inland und Ausland fragen, ob eine blaue Rose zu kaufen wäre - aber sie war für Geld nicht zu haben. Da erstand er für ein Vermögen eine Schale aus Porzellan, zart wie ein Posenblatt, und vom besten und teuersten Maler des Reiches ließ er da hinein eine blaue Rose malen.
Der Gelehrte ging in sein Haus, schloß sich ein in der innersten Kammer, s chlug nach in den uralten Büchern, fand die geheime Formel, mischte seltsame Kräuter und Pulver, kochte daraus einen blauen Sud, stellte eine weiße Rose hinein - und die weiße Rose färbte sich blau!
Nach dreißig Tagen kamen die drei zum kaiserlichen Palast; verneigten sich vor dem Kaiser und vor seiner Tochter, dann trat der Krieger vor und gab der Prinzessin die Edelsteinrose. "Das ist keine blaue Rose," sagte die Prinzesssin, "das ist ein Saphir, und davon hab ich mehr als genug."
Da trat der Kaufmann vor und reichte ihr die Rose aus Porzellan. "Wie schön, wie wunderschön," sagte die Prinzessin. "Sollte ich jemals wirklich eine blaue Rose bekommen, so will ich sie nur in diese Vase stellen."
Da trat der Gelehrte vor und gab ihr die Zauberrose. Die Prinzessin nahm sie, besah sie von allen Seiten, ging damit zum geöffneten Fenster - da flog ein Schmetterling herein, setzte sich auf die Rose und fiel im Augenblick wie tot zu Boden. "Das ist keine blaue Rose", rief die Prinzessin, "das ist Gift und Betrug und Hexerei!"
Am Abend dieses Tages ging sie durch den Garten des kaiserlichen Palastes. Da hörte sie von jenseits der Mauer eine wunderschöne Melodie, und jemand sang dazu von der Schönheit und von der Liebe und von der Sehnsucht. Sie stieg auf einen Gartenstuhl, schaute über die Mauer und erblickte einen jungen Spielmann.
"Wie schön ist dein Lied, Fremder," sagte sie.
Viel schöner ist dein Gesicht, Fremde," sagte er.
Und die Luft war süß und der Mond schien wie Silber und sie blieben sich nicht lange fremd, denn ihre Herzen fanden zueinander.
"Du bist der erste Mann, den ich lieben kann," sagte die Tochter des Kaisers, "doch ich kann dich nicht heiraten, denn ich habe erklärt, ich würde nur den zum Mann nehmen, der mir eine blaue Rose bringt. Und das Wort der Tochter des Kaisers ist wie ein Gesetz."
"Ach, wenn es mehr nicht ist!", sagte der Spielmann, "morgen früh komm ich zu dir in den Palast mit einer blauen Rose."
Am andern Morgen ging der Spielmann zum Palast, und unterwegs pflückte er am Straßenrand eine weiße Rose. Und er trat vor den Kaiser und seine Tochter, verneigte sich und gab der Prinzessin die Blume, die er in der Hand hielt. Die nahm die Blume und sah den Spielmann an und sagte, ja, genau so eine blaue Rose habe sie sich immer gewünscht. Und weil das Wort der Tochter des Kaisers wie ein Gesetz ist, darum sagte ihr Vater: "Sie hat es gesagt, die Rose ist blau, und damit wird sie jetzt deine Frau!"
Und sie heirateten und wurden sehr glücklich und bekamen viele Kinder. Und im Garten ihres Palastes blühten tausende weiße Rosen, aber sie nannten ihn nur - unsern blauen Garten.
Endlich mal eine sinnvolle Kampagne. Mein kleiner, feiner Blog hier, ist ja (wie treue Leserinnen und Leser der ersten Stunde wissen) meine persönliche Hommage an Douglas Adams und an meinen Vater der am 42ten Tag des Jahres 2007 an einem Herzinfarkt gestorben ist. Deswegen freut es mich besonders wenn ich ihm wiedereinmal einen Blog widmen darf. Irgendwie hat sich der Blog wie von selbst gefunden, ich brauchte gar nichts dazu tun, erst im nachhinein erkannte ich die Zusammenhänge mit dem 11. Februar, der Zahl 42 und Douglas Adams. Die Verehrung eines Künstlers posthum ist eine umso spannendere Geschichte, wenn man in einem entscheidenden Punkt eine andere Sicht hat. Es wäre viel schwieriger für mich hier eine Heiligenverehrung für z.b. Franz von Assisi zu bloggen. Meine Motivation hier, für einige wenige LeserInnen, auch noch den Kaschperl zu spielen (das nochdazu misslingt, Anm. d. Redaktion) liegt nur darin, daß mir Douglas Adams einen Grund dafür gibt. Das ist das eine - was auch mal gesagt werden musste.
Zum anderen: Da es in England immernoch Leute gibt, die nicht verstehen, warum Indien keine Kronkolonie mehr ist, schlage ich vor, diese Kampagne auf den Subkontinent auszudehnen und auf indischen Bussen (und die sind zahlreich) zu plakatieren. Wahrscheinlich erscheint uns dann das Wort: "Probably" in einer völlig neuen Dimension. weiter zur Kampagne
Im Bann des EisvogelsLabels: Gustav
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Liebe Leserinnen und Leser! Ich wünsche ihnen allen ein glückliches und friedliches neues Jahr. Das letzte Jahr im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. So schnell vergeht ein Jahrzehnt. Unglaublich und wahr. Das neue Jahr wird auf diesem Blog weniger Fussball bringen, die Europameisterschaft ist Geschichte, die Weltmeisterschaft in Südafrika findet ohne Österreich statt und die Motivation im heimischen Fussball ist nicht gerade euphorisierend. Jetzt wäre die richtige Zeit für einen Generalsanierungsplan um in einigen Jahrzehnten den österreichischen Fussball wieder international zu etablieren. Der Blog-Schwerpunkt für heuer liegt sicherlich in Sachen Weltfrieden und Gustav der bunte Singvogel hat viele spannende Abenteuer zu bestehen. Möge uns allen, die wir täglich früh morgens für den Frieden in der Welt aufstehen und arbeiten, ein gesegnetes und erfolgreiches Jahr bevorstehen.