Montag, 02. November 2009

Warum wir wütend werden müssen!


Glauben wir niemanden. Keinen Zeitungen, keinem Fernsehen, nicht dem Radio und keinem Buch. Alles ist gefälscht, gefärbt, gelogen und beschönigt. Wer die Geschichtsbücher schreibt, war und ist immer davon abhängig, wer den Krieg, die Revolution, die Konterrevolution, die Krone, Macht und Gold gewonnen hat. Es ist aber eine Binsenweisheit, dass Kriege nicht gewonnen werden können – von niemand und Revolutionen nur Illusionen sind. Einzig Gold und Macht sind die Realitäten der Geschichte. Somit also, kann es aber auch keine wahre, absolute Geschichte geben, alles ist relativ und bleibt im Jetzt dynamisch. Geschichte ist. Alles was ist, passiert immer jetzt. Nicht gestern – gestern ist längst passiert und Morgen passiert erst, da werden wir noch sehen. Spüren wir das Jetzt. Greifen wir zum Telefon, zur Axt, zum Hammer und wenn es sein muss greifen wir zum Schwert - jetzt. Denn so darf es nicht weitergehen. Das wissen wir doch und trotzdem tun wir nichts dagegen, weil unser Kühlschrank noch voll ist – noch, weil wir noch Strom für unser abendliches Fernsehprogramm erhalten – noch, weil es an den Tankstellen noch Benzin zu kaufen gibt – noch. Doch seien wir gewiss, sehr bald schon wird sich das ändern. Denn sobald der tschechische Präsident dem allseits gewachsenen Druck nicht mehr standhalten kann, wird er nachgeben und den Vertrag von Lissabon unterschreiben, schließlich ist er Politiker und auch nur ein Mensch. Und damit, liebe Brüder und Schwestern geht es los mit der Schose.

Die Rüstungsindustrie fährt hoch, das Tier der Apokalypse wird entfesselt und weiht sich selbst zum neuen Zukunftsapostel. Europa schützen, heißt das Motto im neuen Globalen Dorf - nur gegen wen oder was? Eventuell gegen die Chinesen oder die Außerirdischen. Wir dürfen uns das nicht länger bieten lassen, wir müssen was tun. Doch ich spreche nicht von einer Revolution, die wir nun zu organisieren haben, denn Revolutionen gab es viele und ich sage Euch, bei meinem allwissenden Papagei: „Wahrlich, Wahrlich liebe Freunde – der Revolutionen bin ich müde, zu viele Schlachten liegen schon hinter mir, zu viele Opfer sind zu beklagen und beim Jupiter so sage ich Euch: die Revolution ist eine Illusion!“

Nein liebe Freunde, wir müssen etwas völlig anderes, etwas gänzlich Neues vollbringen. Wir sind dabei Neuland zu betreten, wir sind dabei Geschichte zu schreiben. Denn: wir müssen wieder normal werden. Jeder Einzelne von uns. Alle gemeinsam müssen wir wieder normal werden. Und ich spreche nicht von ein bisschen Normal, so normal, was man auch mal zwischendurch bei gutem Wind durchblicken lässt – nein, nein! Ich sage Euch, was wir brauchen ist die gute alte wahre Normalität vom Anfang der Zeit. Sie ist die Zurückgekehrte, die aus den Tiefen der Zeit Zurückgeeilte um uns am Wendepunkt der Zeit, den Weg ins wahre Licht zu tauchen. Zu lange wanken wir schon auf dunklen Pfaden vieler Irrlehren. Mit zerschlagenem Geist und erloschenem Feuer der Vernunft dünkeln wir in den Niederungen unserer kulturellen Errungenschaften und niemand offenbart uns den Wahnsinn unseres Tuns. Stehen wir nun auf, klopfen uns mit der Faust auf´s Herz und sprechen: „Sie ist zurück die alte Glut, wie gut das tut!“ Dann gehen wir raus und wann immer uns etwas nicht normal vorkommt und ich wette, das passiert mehrmals am Tag, weichen wir nicht mehr aus, wie sonst. Lassen wir die Wut zu, lassen uns führen, doch nicht zu Zorn oder Gewalt verführen und kämpfen den Kampf der Gerechten, für die gute alte Normalität. Jeder neue Funke Normalität wird neue Funken an Normalität entfesseln und aus einem beginnenden Funkenfeuer wird mit der Zeit ein Lauffeuer. Brennen wir die Kathedralen der Lüge nieder, zerstampfen ihren Gewinn zu Staub, peitschen die Prediger der Irrlehren aus ihren Nestern und verbannen sie ans Ende der Welt. Nageln wir ihnen noch mahnende Worte auf ihre Ärsche, kleben ihnen noch die Logos ihrer Lehren auf die Koffer und winken ihnen in frohen Gesängen nach. Jede Schlacht ein Sieg – so soll es sein. Werden wir wütend – der Krieg beginnt.