Dienstag, 22. September 2009

Im Würgegriff der Giftschlange

Liebe Leserinnen und Leser aus Deutschland!

Wohlwahr leben wir in hochbrisanten Zeiten und das Kino informiert uns nebenbei, dass wir jetzt auch noch Plastik im Blut haben, so als ob man das nicht auch in den Hauptnachrichten bringen konnte. Doch das will man ja gerade vermeiden, stellen sie sich die Massenpanik vor, wenn alle Menschen auf dem Planeten gleichzeitig eine Blutwäsche machen wollen und die Krankenhäuser stürmen. Das möchte man tunlichst umgehen – deswegen der sanfte Weg über´s Kino.

Diese schwerverdauliche Wahrheit brauchten wir gerade noch. Uns geht´s wie Charles Duchemin im Film 'Brust oder Keule' aus dem Jahre 1976 – erinnern Sie sich noch ? Die Szene wo Charles Duchemin vom Betreiber des Gasthauses mit vorgehaltener Flinte dazu gezwungen wird, große Mengen verdorbener Speisen und Industriefraß von Tricatel zu essen, da er ihm einst Sterne wegnahm und ihn damit ruinierte. Tricatel betreibt eine Fabrik, die Lebensmitteln aus Plastik erzeugt. Wir dürfen darin ruhig eine Analogie zum politischen Wahlkampf der Gegenwart erkennen, denn Charles Duchmin verliert daraufhin seinen Geschmacksinn. Im Jahr dieses grandiosen Films mit Louis de Funès in der Hauptrolle, hatte der Wähler in Europa noch politischen Geschmack. Heute ist es leider anders. Täglich wird uns irgendein politischer Fraß vorgesetzt und wir sollen es fressen. Horst Schlämmer hat es längst durchschaut – die politische Auseinandersetzung ist geschmacklos geworden. Die Parteien, wenn Sie richtig hinhören, betreiben einen Wettrülpswettbewerb. Vielleicht liegt es an den Politikern, doch als Franz Josef Strauß, Willy Brandt und Helmut Schmidt an den Hebeln der Macht werkten, waren die Zeiten auch nicht rosig. Ich vermute vielmehr das Elend der Globalisierung dahinter.
Die Globalisierung hat Gift ins System gepumpt. Unmengen, unvorstellbare Unmengen an Gift wurden ins System gepumpt und seit einem Jahr laborieren wir daran. Damit das Gift ins System gelangen konnte, mussten zuerst Spielregeln konstruiert werden, die es ermöglichen. Um die neuen Spielregeln gesellschaftspolitisch zu tragen, brauchte man einen Lastesel, dieser Lastesel hieß Weltfrieden. Aus den Konsequenzen des Zweiten Weltkrieges wurde der Lastesel Weltfrieden, zum Goldesel Globalisierung umgemodelt. Globalisierung wurde zum wirtschaftspolitischen Synonym für den Weltfrieden. Die Logik dahinter ist leicht erklärt. Wenn es nur noch einen globalen Markt, eine Macht, eine Weltherrschaft gibt, gibt es auch keine Länder mehr, keine Nationen, keine zwei Parteien die sich gegenüberstehen und bekriegen könnten. Die Vision des tausendjährigen Friedens soll über die Straße der Globalisierung trotten. Doch wer sind die wahren Drahtzieher dahinter ?
Es gibt in dieser Welt eine kleine einflußreiche, unvorstellbar vermögende politische Gruppe die schon eine ganze Weile den Weg zur Weltherrschaft ebnet – langsam natürlich, Schritt für Schritt. Und bitte, liebe Leserinnen und Leser – das ist kein politischer Fraß aus den Protokollen der Weisen von Zion und ich meine hier auch nicht die Juden. Eine Weltverschwörung ist weder bewiesen noch auszuschließen – sollte eine solche im Laufen sein, ist es unmöglich zu sagen, ob die Juden dahinter stecken oder nicht. Fakt ist: Alles ist sehr kompliziert. Fakt ist auch: es gibt organisierte Mächte mit viel Geld und derer in Vielfalt, nicht nur die Juden. Es wäre phantasielos und billig, den Juden die Krise in die Schuhe zu schieben. Natürlich ist eine jüdische Beteiligung an der Weltverschwörung auch nicht ganz auszuschließen. Eines ist allerdings voll und ganz auszuschließen: es kann niemals eine rein jüdische Weltverschwörung mit dem Ziel der jüdischen Weltherrschaft geben und gegeben haben, dafür braucht man sich nur die Geschichte ansehen, es wäre schlichtweg unlogisch und/oder sehr tollpatschig durchgeführt. Ich tippe daher auf die Mafia.
Denn die Mafia endet nicht in der Lombardei, sie organisiert sich vom Ursprung der sizilianischen Cosa Nostra über Shanghai nach Kolumbien, die USA, umspannt sich weltweit, durchzieht die Vorstandsebenen vieler multinationaler Konzerne und gipfelt in den Hochetagen der größten und mächtigsten Banken. Hier wird ganz dick abgeräumt, Tag für Tag. Die Krise ist für die Mafia im Umsatz so stark wie ein Krieg der Größenordnung des Vietnamkrieges und mit dem neuen Geld, das weltweit den einfachen Menschen mit ihren Steuerleistungen aus der Tasche gezogen wird, kann weiter Gift ins System gepumpt werden. Banken fahren bereits wieder heiße Reifen und Londoner Banker, die das Wort Krise gebrauchen, werden öffentlich ausgepeitscht. Der Würgegriff der Giftschlange, die das Opfer lähmt und vergiftet, ist Status Quo. Deswegen wird die Krise auch noch länger dauern. Weil der Mechanismus der die Weltwirtschaft zu Boden drückt, die Mafia, weiter aktiv ist. Krisen entstehen dann, wenn das Alte gestorben ist und das Neue noch nicht geboren werden kann.

Das Neue muss eine Gerechtigkeit sein, eine neue Justiz am Vorbild der juristischen Aufarbeitung nach dem Holocaust. Man wird die Täter ausforschen müssen. Es gibt bereits einige Politiker, die das laut aussprechen, wie z.b. Christoph Leitl. Wir dürfen nicht zum Alten System zurückkehren. Wir müssen die Mafia zerschlagen, die Giftmischer wo immer sie sich verstecken ausfindig machen und die Weltwirtschaft aus dem Würgegriff der Giftschlage befreien. Die Partei, die sich diese neue Gerechtigkeit auf die Fahnen schreibt, glaubwürdig auf die Fahnen schreibt, wird den Wähler und die Wählerin an den Eiern packen und zurück an die Urne führen. Dann wird auch Host Schlämmer seinen Weg zurück ins Popkornkino antreten. Es bleibt nur zu hoffen, dass die richtige Partei davon Wind bekommt - rechtzeitig.

Und wir müssen alles Plastik loswerden - das auch noch!

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