Sonntag, 01. März 2009

Frag doch den Inder


Der sonntägliche Predigttext führt uns heute ans Thema Sanftmut heran. Sanftmut, eine wichtige Tugend großer Herrscher und Könige, kommt in den Seligpreisungen der Bergpredigt vor, wenn wir der Überlieferung glauben.

Peter Handke schrieb über die Angst des Tormanns beim Elfmeter.
Adolf Holl schrieb über die Gründung einer Religion - sein neues Buch.

Angeblich laut Holl, ist Wien ein schweres Pflaster für Religionsgründungen, wegen dem Wein, sagt Holl.

Gratwanderungen

Sind uns wohlbekannt, seit frühesten Kindertagen. Wir erkannten sie schon in den Geschichten unserer Großeltern, in den Spiegelungen erzählter Erinnerung.

So etwas wie Gesellschaft, gibt es nicht – mutmaßte Margaret Thatcher.

Wo wenn nicht in den Gesellschaften, erlebt die Unfreiheit des Gleichgewichts, mehr Aufmerksamkeit ? Erlebt die Freiheit zum Ungleichgewicht, mehr Resonanz.

Kauften wir einst ein Stück Brot, kaufen wir noch morgen ein Stück Brot.
Kauften wir einst ein Stück Fisch, kaufen wir morgen noch ein Stück Fisch.
Kauften wir einst ein Stück Fleisch, so kaufen wir morgen ein Stück Fleisch.

Wir tranken Wein und wurden klein,
im Gemüt wie ein Kind,
wir spielten mit bunten Fahnen im Wind,
und fragten nicht lange nach dem großen Sinn.

Geschehe was geschehe und werde was wird. Sind mit den Dingen die Sinne verflogen, sind mit den Dingen die Träume verloren ?

Nein, Adolf Holl irrt wenn er sagt, Religion steht außerhalb der Vernunft und ist ein Geschwister von Wahnsinn. Auch wenn schon viele wahnsinnig geworden sind, die sich mit Religion beschäftigt haben. Ja, Adolf Holl hat recht, wenn er konsequent Opposition zum Vatikan bezieht und seine Wahrnehmung postuliert, seine Sicht auf den Herrn verkündet. Beides ist richtig und wichtig. Das eine bedingt das andere. Wenn die Brandung nicht an den Felsen schäumt, was wäre dann der Fels ?

Die Wahrheit bleibt wahr, mit und oder ohne Religion. Die Wahrheit ist der Fels, oder ein Einhorn, oder ein Stofftier mit Mütze, oder ein Berg, eine Blume, ein Murmeltier, ein Schiff, ein Haus am Meer. Alles ist wahr – wenn´s wahr ist.

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