Und täglich grüßt ...
das Murmeltier. Murmeltiertag. Vermutlich ist Hannes Androsch das neue ORF Murmeltier, wenn´s darum geht, wie lange noch die Weltwirtschaftskrise dauern soll. Wieder brilliert Androsch zum Thema Weltwirtschaftkrise in der ORF Sendung Im Zentrum. Spätestens jetzt bin ich Androsch Fan und spätestens jetzt ist es fix – in diesen Gewässern kennt er sich aus, niemand kann ihm auch nur annähernd das Wasser reichen und er entwickelt sich zum Krisenpapst des ORF – ich finde das sehr spannend, wie Androsch mal um mal zurückrudert und immer wieder, jeden den Wind aus den Segeln nimmt der meint, Optimismus wäre der Weg aus der Krise. Androsch ist nicht nur Unternehmer, sondern, dass vergessen viele, ein Politurgestein, Finanzminister der 70er SPÖ Blüte, Jungstar des Kreisky Kabinetts und als ehemaliger Kronprinz Kreiskys auch dessen größter Konkurrent gewesen. Ja Leute, auf diesen Mann sollte Österreich hören (ausgenommen natürlich seine äußerst bedauerliche Pro Atomenergie Haltung, ja so hat eben jeder seinen toten Winkel). Und nicht nur weil Androschs Pessimismus ansteckend ist, nicht nur weil dieser Erfahrungsschatz eine eigene Murmeltiersendung würdig wäre, nein, nein! Er macht den Unterschied aus. Nehmen wir z.b. mal die Herrn Niki Lauda oder Karl Heinz Grasser, diese sehr kompetenten Unternehmer nehmen, um ein Klischee zu strapazieren, den Berg bei den Hörnern und wollen hinauf. Androsch ist eher so, dass er unten im Tal ein schattiges Plätzchen sucht und im Buschenschank den Leuten zuhört, welche Geschichten sie über den Berg wissen, ob es die Zeit ist, ihn jetzt zu besteigen und wo es trollige Murmeltiere gibt. Wir müssen uns schon zunächst mal klar werden, was gerade zu Ende gegangen ist und in welchem Change! wir leben, bis die neue Epoche beginnen wird. Ich glaube, hier ist weder Wirtschaftspsychologie noch Zweckoptimismus gefragt. Nüchternes Erkennen ist die Kunst der Stunde. Und Androsch beweißt seine globale Erkenntnisfähigkeit, wenn er von Thatcherismus und Reaganomics spricht, wenn er die Bush Ära als letzte große Abschiedsparty des Kapitalismus begreift. Es geht nicht mehr um eine Trendwende oder um neue Spielregeln des Neoliberalismus und Regulierungen der Finanzmärkte. Wir rutschen ganz langsam in eine völlig neue Weltwirtschaftsordnung und stehen noch nicht mal am Start. Die Baustelle ist noch lange nicht eröffnet. Das Gebäude Kapitalismus fällt gerade langsam in sich zusammen. Und es wird noch Jahre dauern, bis wir erkennen, dass wir etwas völlig neues aufbauen werden müssen. Zugegeben, der Sozialismus schnuppert aktuell Morgenluft, doch wahrlich ich sage Euch: eine neue große und neue nützliche Weltordnung wird entstehen und sie wird nicht Maß nehmen am Sozialismus und nicht Maß nehmen am Kapitalismus. Sie wird Maß nehmen an der Globalisierten Welt und wird sich in einem planetarischen Humanismus ergießen. Wir stehen am Anfang der Weltregierung. Die Welt ist im Wandel und weder der Planet ist in Gefahr noch die Tierwelt, oder die Murmeltiere, sondern die Menschliche Zivilisation. Der Aufbruch ins 21. Jahrhundert hat begonnen und wir haben alle gespürt, dass es so kommen wird. Auch das Murmeltier – gerade das Murmeltier!Labels: Austria




























