Donnerstag, 22. Jänner 2009

Auf die Piste, fertig, Prost!


Auch für Gigolos der alten Schule, werden die Zeiten im Zeichen der Weltwirtschaftskrise härter. Die Konkurrenz schläft nicht und ich darf mich heuer nicht nur auf meine exzellenten Fähigkeiten in Sachen Schifahren, meine Top Kondition und auf mein gutes Aussehen verlassen. Standen in den letzten Jahren nur magere Tagesausflüge ins umliegende Bergland auf dem Programm, so fahr ich heuer wieder klassisches Programm. Eine ganze Woche auf den Pisten im Herzen Salzburgs, Bezirk Zell am See. Darauf bereite ich mich nun schon seit Wochen vor und stähle meinen Körper im Fitnesscenter, besuche Russischkurse für Anfänger und hab meine Pistengarderobe auf den letzten Schrei gebracht. Ich will herausstechen aus der Masse, damit gutbetuchte Russinnen schon von Weiten auf mich aufmerksam werden. Denn was ein junger Künstler wirklich braucht, ist eine Mentorin, eine finanzkräftige Muse, eine trinkfeste Grande Dame der Schönen Künste, die auch mal den einen oder anderen Rubel locker macht und beim Après Ski die Puppen tanzen lässt. Sicherheitshalber hab ich allerdings noch einen Flachmann besorgt und nehme eine Palette Stolichnaya Vodka mit, falls alle Stricke reißen. Ein-Zwei Schlückchen in Ehren am Sessellift, wenn bei dichten Nebel der eiskalte Schneesturm ins Gesicht peitscht, sollten alle Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede überbrücken und die Völkerverständigung fördern. Am Samstag geht´s los. Von den Kumpels, hab ich Blogverbot bekommen, d.h. Laptop bleibt daheim und alle Berichte und Geschichten gibt es erst Anfang Februar. Natürlich wie immer mit sensationeller Photoline (Skihaserln inklusive). Sie dürfen gespannt sein: Na sdarowje! (Bild: Wodka mit Feige / © marions-kochbuch.de)

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