Dienstag, 30. September 2008

Die zweite Säule

Österreich soll stark sein in der EU
und nicht umgekehrt.


Scheinheiligkeit war schon dabei, beim Enfant terrible Brief von Gusenbauer und Faymann an Hans Dichand, dem Herausgeber der stärksten österreichischen Tageszeitung: die Kronen Zeitung!

Der Vertrag von Lissabon wurde vom Kabinett Gusenbauer am 9. April 2008 im Nationalrat ratifiziert. Am 24. April 2008 ratifizierte der Bundesrat und am 28. April 2008 folgte Bundespräsident Fischer mit seiner Zustimmung zum Vertrag von Lissabon.
Das Volk von Irland sagte am 12. Juni 2008 (mitten in der Euro 2008) Nein – das einzige Land, das eine Abstimmung durchführte, nachdem die Verfassung der EU (der Vorgänger des Vertrages) von Frankreich und den Niederlanden im Jahre 2005 abgelehnt wurde.

Also zuerst zustimmen und dann, wenn ein anderes Land nein sagt, schnell auf einen populistischen Zug aufspringen, ist keine seriöse Politik. Da hätte ich mir von der SPÖ von Anfang an eine Volksabstimmung erwartet. Schließlich ist der Vertrag von Lissabon kein Pappenstiel.

Jetzt wurde neu gewählt, beide Parteien haben für ihre Fehler bluten müssen und werden in Zukunft eines kapieren müssen:
Wenn das österreichische Volk keine klare und verlässliche Politik gegenüber der EU von seinen Volksvertretern bekommt und mit dem Volk umgesprungen wird, kommen wir politisch in Teufels Küche. Dorthin, wo die EU schon lange steckt. Wir wollen nicht von einer Regierung behandelt werden, wie diese sich von den EU Bonzen behandeln lässt. Das Volk hat die Macht in Europa und auch wenn die EU Bonzen kontinuierlich die Demokratie deinstallieren wollen – wird sich das Österreichische Volk mit seinen Politikern davon nicht beeindrucken lassen und weiter an der Demokratisierung des Friedensprojekts EU arbeiten.

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Montag, 29. September 2008

Die erste Säule

Fair teilen, ist das A & O einer guten Zusammenarbeit. Deswegen, sollte eine Rot - Schwarze Koalition Neuen Stils zu einer guten und fairen Aufteilung der vorhandenen Ressorts kommen. Hier nun mein Vorschlag für die Ressortaufteilung: nehmen wir bitte ruhig und gerne 15 Minister und sparen dafür die Staatssekretäre ein. Fünfzehn glatt aufgelegt:

SPÖ:
Bundeskanzler
Finanzen
Außen
Infrastruktur
Wissenschaft und Forschung
Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
Gesundheit, Familie und Jugend
Superministerium, Zukunft und Globalisierung

ÖVP:
Innen
Wirtschaft und Arbeit
Landwirtschaft und Umwelt
Justiz
Landesverteidigung
Unterricht, Kunst und Kultur
Frauen

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Sonntag, 28. September 2008

Die Kirche bleibt im Dorf

Die Wahl ist geschlagen. Und auch wenn es Herrn Molterer nicht gefällt, wenn Journalisten bereits Stunden nach der Wahl herumlaufen und alles wissen. Es ist eine ganz logische Rechenaufgabe. Es gibt nur eine realistische Regierungsform. Und dabei haben mir die Wortspenden von Franz Voves und Josef Pühringer am besten gefallen. Heute ist definitiv die Ära Schüssel beendet worden. Jetzt kommt Werner Faymann und Josef Pröll, wie das Amen in der Kirche. Bei allen Respekt für den beachtlichen Wahlerfolg von Haider und Strache. Wahlkampf ist Wahlkampf und Arbeit bleibt Arbeit.

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Samstag, 27. September 2008

Pictures of Assisi




Alle Bilder von Assisi hier

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Samstag, 20. September 2008

Wieder daheim

Ja - so schnell kann es gehen. Ein Urlaub, eine Reise geht zu Ende. Gestern um 18:30 Uhr rollte ich daheim ein und schaute auf den Tacho: exakt 2800 km standen zu Buche. Am Donnerstag vormittag packete ich wieder alles auf mein Motorrad - und hier gleich ein großes Lob und Danksagung an meine Zephyr, die mich gut und sicher über alle Straßen und durch einige gefährliche Situation leitete. Auch technisch ist sie große Klasse, Verlässlichkeit und Konstanz sind ihr zu eigen. Wieder war ich, wie schon auf der Hinreise 2 Tage lang auf Autobahnen unterwegs und bei einer Gesamtdauer von 13 Tagen - fallen 4 ganze Tage auf der Autobahn soweit ins Gewicht, daß ich mir gesagt habe: So mach ich das eigentlich nicht nochmal. Jetzt ist mir klar, warum viele ihr Motorrad via Anhänger mit in den Urlaub schleppen, oder via Autoreisezug das heiße Eisen transportieren. über die Autobahnen möchte ich mich gar nicht erst auslassen, viel zu schrecklich sind die Erlebnisse - viel zu absurd ist das Ganze. Das Nadelöhr bei Venedig konnte ich noch am Donnerstag passieren und diese unfaßbare Menge an LKWs die v.a. in Italien unterwegs sind - läßt eine Frage unentwegt in den Himmel schreien. Was soll das eigentlich ? Was wird hier in DIESEN Dimensionen ständig herumgekarrt ? Eine entsetzliche Realität auf den Autobahnen - immernoch bin ich fassungslos. Ich glaube wenn wir die wahren Ausmaße des täglichen Transitwahnsinns in Europa in einem Bild erblicken könnten - wir würden allesamt zur Salzsäule erstarren und uns nie wieder bewegen können.

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Mittwoch, 17. September 2008

Arrived in Assisi



Gestern Mittag hab ich nun endlich nach 1740 km, am 10. Reisetag mein Ziel erreicht. Assisi ist viel beeindruckender als erwartet. Man spuert ueberall die Energie dieses spirituellen Zentrums und Mekka der Franziskus Bewegung. Wieder bin ich am Campingplatz (ein Mann, ein Zelt, ein Motorrad) und konnte gluecklicherweise ein Zimmer bekommen fuer 25 €/Tag mit WC/Dusche am Zimmer - da bin ich echt froh, denn das Wetter hat sich zwar seit gestern verbessert, strahlender Sonnenschein - allerdings hat es merklich abgekuehlt. Campingplatz FONTEMAGGIO. Die wichtigesten Kirchen hab ich bereits besucht und fuer den Weltfrieden gebetet - und das alle ein bissl mehr brav sind :-)

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Montag, 15. September 2008

Vollmond in Siena

Das Wetter wird nicht besser. Dabei ist die Etappe Elba - Siena eine der schoensten der Toskana und sollte bei jedem Toskana Urlaub ganz weit oben auf der Liste stehen. Von Piombino Richtung Follonica, und dort dann nach Nord Ost hochziehen, Richtung Massa Marittima bis nach Siena. Diese Traumroute bin ich im Regen gefahren. Konnte aber dennoch die Schoenheit der Umgebung feststellen, trotzdem mein Blick auf den Asphalt gerichtet war, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h. Eigentlich wollte ich heute Abend schon in Assisi sein, doch bei dem Regen war das impossible. Hoffentlich wird morgen das Wetter besser und Euch gefaellt das Photo vom Piazza del Campo bei Vollmond.

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Sonntag, 14. September 2008

Capoliveri

Capoliveri (Bild oben) liegt im Sued Osten der Insel und ist ein schnuckeliger kleiner malerischer Ort auf Elba - immer noch Elba, nach 1470 gefahrenen Kilometern, verbringe ich heute die mittlerweile dritte Nacht auf Elba, immernoch im Bed & Breakfast Quartier und das Wetter wird und wird nicht besser. Seit Freitag wechseln sich Wolkenbrueche mit Sonnenschein ab. Daher konnte ich auch dem Campingplatz genau aus diesen Gruenden entbehrliche Zuege abgewinnen und entsagte dem Campingvergnuegen voellig. Obwohl es hier viele, gute, guenstige und schoene Campingplaetze gibt. Die Insel hab ich dennoch erkundigt und ausgibigst abgekurvt (Bild unten: Westkueste) - jeder Kilometer hier, ist von beeindruckender Schoenheit - Klein Korsika wenn man so will. Im Meer bin ich geschwommen und dem Kulinarischen Angebot bin ich reichlich nachgegangen. Morgen geht's dann zurueck ans Festland - Kurs Ost nach Assisi.

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Freitag, 12. September 2008

Auf Elba

Hab's doch noch geschafft bis Elba, der Reifenwechsel (175 €) war um 13:00 Uhr fertig, gluecklicherweise hatte ich schon eine Ahnung, dass es frueher fertig sein wird, immerhin ist es Freitag und alle wollen ins Wochenende. Schaffte es dann noch rechtzeitig zur Check Out Time 14:00 Uhr am Campingplatz ciao ciao zu sagen um dann die Kuestenstrasse - absolut empfehlenswert - eine Traumroute - bis nach Piombino zu fahren, dann die Moby Faehre fuer 33 € (ein Mann, ein Motorrad) bis Elba genommen. Es fing schon zu regnen an, als wir auf den Einstieg zur Faehre warteten (siehe Photo). Auf Elba ausgerollt, war der Regen vorueber - doch waehrend der Fahr nach Capoliveri fing es dann wieder an und ich musste Quartier beziehen und fand auch gluecklicherweise ein Bed & Breakfast in Valdana, fuer 50€, gehoert bereits zur Region Capoliveri - morgen gehts dann an den Strand, wenn das Wetter es erlaubt...

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Torre pendente di Pisa

Von Florenz nach Pisa: bin ich zuerst auf die Superstrada SS 67 (mautfrei) gefahren, um dann etwas ausserhalb bei Montelupo wieder auf die Landstrasse zu wechseln. Richtung Empoli die SP 11 noerdlich des Arno entlang, geht durch viele Doerfer und viele Kreisverkehre, lohnt sich allerdings und eine gute Alternative zur Autostrada und Superstrada. Hier sieht man doch einiges von der Toskana. Gestern Nachmittag bin ich also am Campingplatz in Pisa angekommen (800 Meter vom Piazza dei Miracoli entfernt), sehr gemuetlich und mit Swimmingpool fuer 16 € pro Tag (eine Person, ein Zelt, ein Motorrad). Der Turm ist wirklich schief - wahrscheinlich wollen ihn deswegen viele sehen und es ist wirklich beeindruckend, wenn man dann davor steht. In meinem Motorrad stecken 2 Naegel, jetzt muss der ganze Hinterreifen ausgetauscht werden, das kostet mich einen ganzen Tag - wo ich doch heute schon am Weg nach Elba sein wollte...

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Mittwoch, 10. September 2008

Unterwegs in Italien


Auf der Via Toscana bin ich raus aus Bologna und die SP 65 nach Florenz gefahren. Die Strasse ist im Top Zustand und schlengelt sich wunderschoen ueber die Huegeln. Ein Traumroute zum Motorradfahren - man kann gemuetlich mit T-Shirt fahren, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 46 km/h geht es geschmeidig ca. 100 km Richtung Florenz. Ich hab ueber drei Stunden gebraucht, staendig abgestiegen um zu photographieren. Am Campingplatz Michelangelo hab ich gestern das Zelt aufgebaut, fuer 21,60 € (eine Person, ein Zelt, ein Motorrad) pro Tag. Heute hab ich den Lonley Planet Reisefuehrer verloren - Shit! Und morgen geht's weiter nach Pisa.

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Montag, 08. September 2008

Pörtschach am Wörthersee

Die erste Nacht verbrachte ich wegen Regen am Wörthersee, nach 433 km musste ich eine Bleibe suchen und fand ausgezeichnetes Quartier im Joainig Hof http://www.joainig.com/ - Abfahrt Pörtschach Ost (von Wien kommend), dann beim Kreisverkehr die Seeuferstrasse einfach geradeaus. Sehr schönes und gemuetliches 3 Sterne Hotel - die Zimmer sind gross, solide mit Balkon und Bad/WC, Kabelfernsehen mit Premiere TV. Schleppe 0,5l Bier vom Fass um 3 € und an der Rezeption erwartet die Gaeste ein echter Sonnenschein. Fazit: sehr empfehlenswert.

Derzeit befinde ich mich gerade in Bologna, nach ueber 900 km Autobahnfahrt (ein eigenes Kapitel), hab ich das Zelt am Campingplatz Città di Bologna aufgeschlagen. Eigentlich wollte ich ja gleich nach Udine die Landstrasse Richtung Gardasee nehmen, doch irgendwie sind die Distanzen hier doch ganz anders als mit dem Finger auf der Landkarte - und die Landstrassen muss man erst mal finden. Jetzt bin ich allerdings vor Ort und lasse die Autobahn hinter mir. Melde mich in 2 Tagen wieder mit den ersten Fotos von Italien - bis jetzt hab ich noch kein einziges geschossen.

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Sonntag, 07. September 2008

Die Reise nach Assisi

hat begonnen...

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Donnerstag, 04. September 2008

Reisevorbereitungen

3 Tage noch, dann geht´s mit dem Motorrad nach Italien. Alle Reisevorbereitungen sind abgeschlossen. Jetzt noch alles packen und festbinden – dafür wollte ich ursprünglich ein Topcase besorgen. Alleine das Gestell für´s Topcase würde knapp über 100 € kosten, alles zusammen würde locker 200 € ausmachen. Da hab ich eine einfachere, günstigere und hoffentlich genauso effiziente Lösung gefunden. Sicherlich nicht so bequem, aber wer braucht das schon. Ein Bikerseesack um 10 €, der auf der Sitzbank mit einem Netz (3€) fixiert wird, ein Tankrucksack (15€) der mittels Magneten am Tank hält und ein ordinärer Rucksack soll nun das Topcase ersetzen. Als geübter Individualreisender werde ich diese Aufgabe (das allernötigste in wenig Stauraum zu packen) hoffentlich meistern, denn auch die Fotoausrüstung will sicher und ordentlich verpackt sein – es sollen ja eine brauchbare Photoreportage für Euch herausschauen. Die Route hab ich nun wie folgt festgelegt: Südautobahn bis Arnoldstein – dann die A23 Richtung Udine und dann irgendwann nach Westen weg, über Landstraßen in die Lombardei, Gardasee, weiter Richtung Süden nach Emilia-Romagna, um dann einzutauchen in die Toskana. Fix am Programm stehen hier Pisa und Florenz. Von dort dann weiter nach Umbrien, zum südlichsten Punkt meiner Reise: Assisi. Dann soll es irgendwie wieder nach Norden gehen, am besten an der Ostküste entlang – man wird sehen. Eine konkrete Straßenroute hab ich natürlich noch nicht fixiert. Das ergibt sich auch immer erst beim fahren. Los geht´s am Sonntag den 7. September bis voraussichtlich 21. September – gebloggt wird auf der Tour mindestens einmal mit einem Zwischenbericht und den ersten Photos, eventuell wenn mir fad wird, könnte es auch mehr werden – kann man vorher eben nie wissen. Den Rest und die komplette Photoshow plus alle Geschichten zur Tour, gibt’s dann Ende September.

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Montag, 01. September 2008

Wer den Wind sät...


„Wer mit 35 noch Bus fährt, hat es nicht geschafft.“

Dieses Zitat schreibt man gemeinhin der Eisernen Lady, Margaret Thatcher zu. Ob es wirklich von ihr ist, oder eine Andichtung, dafür möchte ich mich nicht verbürgen. Jedenfalls, hat mich das Zitat inspiriert, zu einer Entscheidung, meiner englischen Entscheidung: a Bock muss her! Klassisch sollte es sein - und dann habe ich sie gefunden – Kawasaki Zephyr 750 - die legendäre Kombination der 1972er Z1 (eigentlich die Z 900) und der 1976er Z 650. Kawasaki vereinte beide Konzepte und stellte 1990 die Zephyr in den Varianten 550, 750 und 1100 der Weltöffentlichkeit vor. mehr

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