Montag, 30. Juni 2008

Spanien ist Europameister







Wir haben für das letzte Spiel, farbentreu das Burgenland gewählt. In Mörbisch am Neusiedlersee wurde bei herrlichem Kaiserwetter gebadet und relaxt. Und das Match des Jahres in gediegenem Rahmen in der Schilf Lounge verfolgt. Mit Aperol Sprizzer um 2,80 € und Nachos Tortilla Chips mit Guacamole, war das doch eher mittelmäßige Match ganz gut durchzuhalten. Und wieder war es nicht der Tag des Michael Ballack und es ist auch nicht das Jahr des Michael Ballack. Die 2 größten Europäischen Fußball Finalis in einem Jahr zu verlieren, ist wahrlich bitter. Sein Finaltrauma geht weiter. Dramatische Szenen beim Handshake zwischen Ballack und UEFA Präsidenten Michel Platini. Doch die Spanier waren an diesem Abend und das ganze Turnier hindurch einfach stärker. Spanien ist hochverdienter Sieger und krönt sich in Wien, nach 44 Jahren erneut zum Europameister. Fernando Torres der Held des Abends, schießt in der 33. Minute seinen Trainer in eine neue Umlaufbahn: auf Luis Aragonés wartet nun der Jakobsweg. Spanien gewinnt gegen Deutschland im Finale der Euro 2008 mit 1:0 - Das spanische Wienmärchen ist perfekt. Mehr Photos hier

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Samstag, 28. Juni 2008

Und die Welt hält den Atem an



Spanische Sprichwörter:

Um Stierkämpfer zu werden, muss man erst lernen, Stier zu sein.

*

Alles besiegt die Liebe, alles erreicht das Geld,
alles endet mit dem Tode, alles verschlingt die Zeit.
Original: El amor todo lo vence, el dinero todo lo alcanza, todo culmina con la muerte, el tiempo todo lo sella.

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Deutsche Sprichwörter:

Wer sich selber zum Esel macht,
dem will jeder Säcke aufladen.

*

Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.


(Quellen: photocase.de & Sprichwörter)

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Donnerstag, 26. Juni 2008

Spanien im Finale


1984 stand Spanien das letzte Mal im Finale einer EM und scheiterte damals an Frankreich. Wird er pilgern oder wird er nicht pilgern – das ist hier die Frage. Der 69-jährige spanische Trainer Luis Aragonés (siehe Bild) hat im April diesen Jahres sein Gelübde bekannt gegeben, nachdem er den Jakobsweg (siehe Bild: Torres del Río – ca. die 7te Tagesetappe) gemeinsam mit seiner Frau gehen wird, sollte Spanien Europameister werden. Spanien besiegte heute Abend (einen Tag nach Jakobi) im Halbfinale Russland souverän mit 0: 3 und steht im Finale der XIII Fußballeuropameisterschaft 2008. Eine Nation befindet sich am Jakobsweg. Einer für alle – alle für einen! Spanien siegt mit technisch perfekten Kurzpassspiel und unglaublicher Ballbeherrschung. Auf engsten Raum sitzen die spanischen Pässe, so als hätten sie im Wald trainiert. Auch bei engster Manndeckung wird angespielt und der Ball bleibt am Leben. Jeder kennt seine Position, diese wandern jedoch in flexibler Dynamik und durch das präzise Anspielen erblüht ein neuer technisch perfekter Präzisionsfußball auf allerhöchstem Niveau. sombrero apagado. (Bildquelle: photocase.de - but beautiful° & wikipedia.org)

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Deutschland im Finale






Deutschland hat es wieder einmal geschafft! Wie schon gegen Portugal spielten die Deutschen in einem Wahnsinns Fight ein 3:2 heraus. Die Türken gingen in der 22. Minute durch Ugur in Führung. Die Türken spielten stark und ließen den Ball sehr lange in den eigenen Reihen vorm deutschen 16er tanzen. Dann gleicht Schweinsteiger in der 26. Minute mit seinem zweiten EM Tor aus. Klose schießt die Deutschen in der 79. Minute in Führung und man glaubt sich schon im Finale - doch die Türken kommen noch einmal heran und erzielen in Minute 86 durch Semih den verdienten Ausgleich. Alle wähnten sich schon in der Verlängerung - doch bei dieser verrückten EM ist einfach nichts mehr unmöglich. Und so geschah es: In der 90 Minute gelingt Lahm der 3:2 Knaller! Deutschland gewinnt und steht im Finale. Ein spannendes Match, das wir in Wien am Naschmarkt mit zahlreichen TV-Unterbrechungen und stürmenden Unwettern sahen. Mehr Fotos gibts hier

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Sonntag, 22. Juni 2008

Der Weltmeister ist raus!


Italien schafft das Double nicht. Es hätte schlimmer kommen können. Denn die Spanier, die nach Jahrzehntelangem Aus im WM 1/8 Finale und EM 1/4 Finale, endlich den Bann gebrochen haben und durchgebrochen sind zu einem neuen spanischen Fußballweg, spielen wieder mit im Fußball.


Spanien im Halbfinale der Euro 2008


Das Spiel war phasenweise spannend und hatte durchaus seine Höhepunkte, auch wenn es nach 120 Minuten immer noch torlos unentschieden stand. In einem wahnwitzigen und nervenzerfetzenden Elfmeterkrimi aufs rechte Tor (dahinter die Spanienfans) wurde ein Mann zum Superhero: Iker Casillas - er hält gleich zwei Elfer und beendet Spaniens Serie des Scheiterns im EM - Viertelfinale. (©Bildquelle: kurier.at)

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Samstag, 21. Juni 2008

Jubel bei den Taxlern: Russland im Halbfinale!

Die EM wird immer verrückter und unglaublicher. Die Holländer, die jetzt als Europameister der Vorrunde verlacht werden, waren wie verwandelt und verlieren gegen die Russen in der Verlängerung mit 1:3 - Das waren ganz andere Holländer als noch vor ein paar Tagen gegen Italien und Frankreich. Ich bin ja von Natur aus eher skeptisch und man kennt ja (aus den Zeitungen) die russischen Oligarchen. Vielleicht wurden da der eine und oder andere Koffer in großen Scheinen von da nach dort geschoben. Alles Powidl. Hauptsache der Ball ist rund und die Deutschen bleiben durschtig. Die goldenen Zeiten der Taxler gehen jedenfalls mit den Russen in die Verlängerung. Von Trinkgeldern der Russen von bis zu 300 € und Fahrten von Wien nach München und über Salzburg nach Montevideo, alles per Taxi, ist die Rede und beleben die Wirtschaft. Jedenfalls wissen die europäischen Gaskunden jetzt, wo die jährlichen 20% Preissteigerungen auf Russland-Gas investiert wird. Sogesehn ist alles durch die Umwegrentabilität in bester europäischer Ordnung und für Österreich ist alles in Butter.

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Das unglaubliche Spiel











Es war das unglaublichste Match dieser Europameisterschaft. Das unglaublichste Match, das ich je gesehen habe, sahen wir in Stockerau. Und dabei war es nur die letzten 20 Minuten spannend. Nach einem eher langweiligen, torlosen Spiel (das muß man schon auch mal sagen) und 119 Minuten fällt am Ende der 2ten Hälfte der Verlängerung das 1:0 für Kroatien. Alles steht Kopf und explodiert - dann 2 Minuten später der Ausgleich bereits in der Nachspielzeit der Verlängerung für die Türkei. Die Szene ist am überschnappen. Dann Elfmeterschießen - Kroatien patzt gleich 2 mal und die Türkei steht im Halbfinale und wird gegen Deutschland spielen. Das geilste an diesem Ergebnis ist, ich habe es getippt!!! YEAH ! 10 € hab ich darauf getippt, daß die Türken im Elferschiessen ins Halbfinale aufsteigen. Das macht 100 € Gewinn und bestätigt hiermit offiziell meine Kompetenz in Sachen Fußball. Ok! Man könnte auch sagen ich hatte Glück, weil die höchste Quote getippt...

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Freitag, 20. Juni 2008

Wiener EM Derby: Ottakringer Straße










Die Ruhe vor dem Sturm - Kurz vor dem heißesten Spiel der Euro liegt die Wiener Ottakringer Straße friedlich und ruhig mitten im hippsten Bezirk von Wien. Seit Jahrzehnten leben hier die zwei bevölkerungsstärksten Migrationsgruppen friedlich Tür an Tür. Da können sich andere Großstädte eine Scheibe abschneiden. Integrationspolitik ist in Wien eine Erfolgsstory. Ein Stimmungsbild zeigt die Lage, Stunden vor dem Viertelfinalspiel Kroatien - Türkei.

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Deutschland im Halbfinale






Wenn die K.O. Runde so weitergeht wie das erste Viertelfinalspiel, dann schreiben auch wir ein Sommermärchen. Und es bewahrheitet sich wieder das Klischee der Turniermannschaft und "Fußball ist 90 Minuten Elf gegen Elf, wo am Ende immer Deutschland gewinnt". Deutschland gewinnt gegen Portugal mit 2:3 und zieht als erste Mannschaft ins Semifinale ein. Bastian Schweinsteiger schoss gleich beim 0:1 ein Traumtor in Brasilienmanier. Wenige Minuten später bereitet Schweinsteiger vor und Klose köpft ein. Die Portugiesen liegen nach nicht mal 30 Minuten 2 Tore zurück. Panik macht sich breit. Es dauert bis zum Anschlusstreffer in der 40 Minute, bis sie wieder ins Spiel finden und dann kam die Pause. Die 2HZ wirft sich erst im letzten Drittel in eine fulminante Dramatik. Doch dann kocht das Stadion. Zuerst köpft Ballack, wieder nach Vorarbeit Schweinsteigers, mit einem Foultor zum 1:3 – Ballack stößt im 5er einen Portugiesen unsanft zur Seite und köpft ein. Der in der 73. Minute eingewechselte Postiga nutzte eine Unaufmerksamkeit in der deutschen Abwehr zum 2:3. Am Ende rettete Deutschland den Vorsprung über die Zeit und steht nach diesem disziplinierten und phasenweise starken Auftritt verdient im Halbfinale, wo Kroatien oder die Türkei warten. Wir sahen uns das Spiel diesmal in Krems an. Dabei besuchten wir auch gleich Stift Göttweig – von wo aus auch ein Stück des Österreichischen Jakobswegs verläuft, Richtung Melk.

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Mittwoch, 18. Juni 2008

Russland im Viertelfinale

Wer hätte das gedacht: die Russen, die ihr EM-Ticket einem Mann verdanken: Mladen Petric, ziehen zum ersten Mal (1988 im Finale, spielte noch die Sowjetunion) ins Viertelfinale ein. Schweden verliert in einem sehr fairen und sportlichen Match in Innsbruck mit 0:2 - Das komplette Viertelfinale der Euro 2008 lautet:


Donnerstag (Basel): Portugal - Deutschland

Freitag (Wien): Kroatien - Türkei

Samstag (Basel): Niederlande - Russland

Sonntag (Wien): Spanien - Italien



- Alle Spiele um 20:45 Uhr -

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Rien Ne Va Plus Grande Nation

Frankreich ist raus! Italien besiegt Frankreich 2:0 - Doch irgendeinen mußte es erwischen in der Supergruppe C - Italien hat somit noch die theoretische Möglichkeit, nach Deutschland (1972/1974) und Frankreich (1998/2000) ebenfalls das Double zu schaffen.

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Dienstag, 17. Juni 2008

Ausgeträumt in Sankt Hanappi






Alle glaubten an ein Wunder, alle hofften auf ein Wunder und das Wunder blieb aus. Theo hat uns verlassen. Doch Wunder gibt es nicht. Zumindest nicht im Fußball (die Ausnahme: 1986 in Mexico - die Hand Gottes, die eigentlich Diego Maradonas Hand war, bestätigt diese Regel). Cordoba war kein Wunder, denn Österreich spielte damals um Häuser besser als bei dieser Heim-EM. Damals in Argentinien, in der neuen Welt besiegte Österreich nicht nur die deutsche Elf, auch Spanien und Schweden wurden besiegt. Gestern unterlag Österreich in Wien mit 0:1 der deutschen Elf (obwohl wir erneut um einen Elfer umgefallen sind). Das letzte Match dieser Europameisterschaft für Österreich, sahen wir auf heiligen Boden in Sankt Hanappi. Doch auch die tollste Stimmung und ein glühender Glaube halfen nichts. Eines ist allerdings gewiss, die nächste Europameisterschaft kommt bestimmt und die WM-Qualifikation sollte so begonnen werden wie die Euro beendet wurde. Mit viel Einsatz, Kampfgeist und einer Nation, die wie nie zuvor hinter der österreichischen Nationalmannschaft stand. Mehr Fotos hier

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Montag, 16. Juni 2008

Blockbuster des Jahrhunderts

Eine Straße in Buenos Aires - am 21. Juni 1978 sah die ganze Welt zu, wie Österreich den Weltmeister stürzte. Eine Wunde die niemals verheilt. Die ganze Welt sah Österreich siegen! Ein gedemütigter Weltmeister mußte wieder nach Hause fliegen. Und als Bonus durften die Deutschen mit den Österreichern im selben Flugzeug nach Hause fliegen. Eine doppelte Schmach. Damals wurde allerdings Österreich in der ersten Gruppenphase mit Brasilien, Schweden und Spanien Gruppensieger. Heute haben wir allerdings nicht nur den Mythos im Rücken, sondern das ganze Land! Ein Land im eigenen Land, ist vereint wie niemals zuvor! Dabei dachten wir immer, bevor wir Österreicher zusammenfinden, geht die Welt zweimal unter. Dem ist Gott sei Dank nicht so! (Photo: photocase.de)
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Ein Land betet für den Sieg!
Heute: 20:45 Uhr - Ernst Happel Stadion, Wien
Österreich : Deutschland
- Das ewige Duell -

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Sonntag, 15. Juni 2008

Türkei im Viertelfinale

Im bisher besten, spannendsten, dramatischsten, leidenschaftlichsten Spiel dieser EM, hat sich die Türkische Elf gegen Tschechien mit 3:2 ins Viertelfinale geschossen, dort trifft sie am 20. Juni 2008 in Wien auf Kroatien. Schön ist diese neue Fußballwelt! Das sind Spiele, die so nie wieder kommen ... !

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Die neue Welt

Cordoba lebt !
Österreich hat Deutschland in der neuen Welt besiegt
Österreich wird Deutschland am Montag in der alten Welt besiegen
Daham in Wien

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Samstag, 14. Juni 2008

Wir reisen nach Argentinien



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Freitag, 13. Juni 2008

Thank You Ireland


Guten Morgen Europa !

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Donnerstag, 12. Juni 2008

Cordoba lebt!




Der Geist von Cordoba erwacht und rüttelt nun auch die letzten Kleingeister im Land von Mozart, Schubert, Oskar Werner, Ingeborg Bachmann, Friedrich Torberg, Elfriede Jelinek, Alfred Hrdlicka, Gottfried Helnwein, Karl Popper, Konrad Lorenz und Sigmund Freud wach. Ja! Wir brauchen uns nicht mehr fürchten und Fußball ist mehr als nur eine Ballsportart und ist mehr als eine Weltrangliste. Die großen Fußballturniere schreiben ihre eigenen Gesetze, schreiben ihre eigene Geschichte – weil Fußball mehr ist. Fußball ist Religion. Theo hat heute Abend die Karten gemischt. Die Deutschen waren nach dem Führungstreffer der Kroaten völlig verunsichert und fanden nicht mehr ins Spiel. Rot für Schweinsteiger gab ihnen den Rest. Endstand: Kroatien besiegt Deutschland 2:1 verdient. Im zweiten Match des Abends ist Österreich von Spielbeginn an klar die dominierende und spielbestimmende Mannschaft. Sie spielen in den ersten 20 Minuten gleich 4 hundertprozentige Torchancen heraus - doch der Ball will nicht ins Tor! Beim einzigen Konterlauf der Polen verwandelt Guerreiro aus klarer Abseitsposition zum Führungstor für Polen. Ein Land stürzt ins Bodenlose. Dann ein klarer Elfmeter, Ivanschitz wird am Leiberl gezogen, läßt sich aber erst verzögert fallen - Schiedsrichter läßt weiterspielen. Österreich bleibt weiter die klar stärkere Mannschaft und Hicke schaltet in der 64 Minute auf Offensive, nimmt Ivanschitz und Linz raus, Vastic und Kienast kommen ins Spiel. Dann in der 93 Minute wird Prödl am Leiberl gezogen, diesmal sieht es der Schiedsrichter und gibt den längst fälligen Elfmeter für Österreich. Ivica Vastic knallt mit einem Gewaltschuß das Leder trocken ins linke Kreuzeck. Großes Kino! Österreich : Polen - 1:1 - Österreichs Eurotraum geht weiter... Photos vom Swissbeach bei der Urania - mehr Fotos [hier]

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Schicksalstag für Österreich

ALLES oder NICHTS! Nur der Sieg zählt. Der 12. Juni wird schon jetzt in die Geschichtsbücher eingehen, bevor noch ein Ergebnis feststeht. Erwartungen und Hoffnungen, die sich in den Himmel schrauben. Ein Land bangt zwischen Weltuntergang und Größenwahn. Die Dramatik wird noch verschärft durch den leidvollen Untergang unseres Europartners Schweiz. In der Wasserschlacht von Basel, hatten sie gegen die Türken mit 1:2 das Nachsehen. Die Schweiz versinkt in Selbstverzweiflung und Tränen. Österreich muss nun als Gastgeber die Kohlen aus dem Feuer holen, denn wenn beide Gastgeber aus dem Turnier fliegen, wird das jetzt schon akute Problem der Fanzonen (zuwenig Andrang) noch weiter verschärft. Denn die Auflagen und Lizenzgebühren der UEFA ziehen schon jetzt völlig am Tor vorbei. Kein Regenschirm darf mitgebracht werden, Wartezeiten und Kontrollen für den Eintritt in die Fanzone wie am Flughafen und von den Preisen mal abgesehen. Viele Österreicher und rinnen fühlen sich bei der EM im eigenen Land verarscht und pfeifen auf die Fanzone! So was sollte eigentlich nicht sein! Was soll damit signalisiert werden ? Wir wollen doch Fußball feiern - die EM soll ein Volksfest sein und keine Kontroll, Überwachungs und Abcashorgie der UEFA.
Soeben wurde im Radio bekanntgegeben, Hicke beginnt mit dem 4-4-2-System, also klassischer Start ins Schicksalsspiel... wir warten natürlich gespannt auf die Aufstellung.

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Mittwoch, 11. Juni 2008

Mickey´s Huhn - Causa Stegersbach

Euro Senf Extra-Scharf: Der Kommentar der anderen trägt in Österreich gerade in kritischen Zeiten besonders gerne eine lustige Narrenkappe. Natürlich stimmt das nicht, wenn man sich die Geschichte rückwärts betrachtet. Dann waren immer alle beim Heurigen und haben geschunkelt. Zumindest die eine Gruppe, während die andere zuhause Hausaufgaben machten. Und dann gibt’s die, die immer im Leo stehen – die waren weder beim Heurigen noch haben sie daheim Hausaufgaben gemacht. Die haben nur die Bleistifte gespitzt und waren immer unauffindbar (in geheimer Mission unterwegs). Im Leo eben. So fühl ich mich gerade, wenn ich versuche aus den Kommentaren der anderen zum aktuellen Eurotrauma schlau zu werden. Die Hausaufgabenmacher beschimpfen die Heurigenschunkler. Echt mal originell. Einer lehnt sich dabei ziemlich weit aus dem Fenster – der Europostbote der Krone Euro-extra, unser vielgeschätzter Adabei Jeannée. Dabei beruft sich dieser auch nur auf den Senf der anderen, drückt dabei aber noch schön extra-scharf dazu. Nur gut, dass ich hier im Leo stehe, als letzter wirklich unabhängiger Schreiber in Österreich. Obwohl so unabhängig bin ich selbst auch nicht. Eine Woche ohne Laufen kann ich nur schwer verkraften, ebenso abhängig bin ich von meinem täglichen Guten Morgen Müsli und dem täglichen Schub Vitamine in Form eines frisch gemixten Fruchtsafts. Kommen wir zur Causa Stegersbach. Laut Europostbote wird Hicke gerade im Boulevard zerrissen (les ich aus Prinzip nicht – ohne Postbote, wüsste ich davon gar nix), weil er den Spielern nach dem „11er-Debakel“ gegen Kroatien eine Liebesnacht mit ihren Frauen erlaubte. Jösas! Trotzdem möchte ich hier eine Lanze für den Adabei und den Boulevard brechen. Den im Argument knieweich gegen die Polen, liegt ein Funken Wahrheit. Zwei Sportfilme muss ein guter Sportjournalist unbedingt gesehen haben. „Rocky“ (1976) und „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" (1962) – Laufen und Boxen sind Menschheitsgeschichtlich betrachtet die ersten Sportarten. Erst viel später entwickelte sich der Sperrwurf. Auf den Punkt gebracht. Mickey der Trainer von Rocky schärft seinem Schützling sehr radikal und sehr streng das Bewusstsein: Bumsen macht die Beine schwach. Er lässt ihn ein Huhn fangen. Rocky versagt erbärmlich und Mickey mutmaßt genau richtig und erteilt ihm eine Donnerpredigt. Rocky begreift, erkennt und nimmt an. Er verschmäht für die Trainingsphase die Weiblichkeit. Er fängt dann das Huhn und wird Weltmeister. Ok! Zugegeben, jetzt könnte man einwerfen, es ist ja nur eine Europameisterschaft...

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Dienstag, 10. Juni 2008

A Phenomenon Beyond Reason

Eigentlich ist die Abseitsregelung ganz einfach und kann auch von Frauen und Kindern verstanden werden, die das nötige Basiswissen für Systemtheorie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Spieltheorie mitbringen. Der springende Punkt ist immer der Moment des Abspiels (Ballabgabe). Alles andere ist primär mal Nebensache. Das ordinäre Abseits: Wenn ein Spieler zum Zeitpunkt des Abspiels, der Torlinie oder dem Tormann näher ist als ein Gegenspieler, dann steht er im Abseits. Ausnahmen sind folgende Standardsituationen: Einwurf, Abstoß oder Eckstoß. Weitere Ausnahmen: Der Schiedsrichter und die zwei Linienrichter sehen es nicht, dann steht der Spieler nach allen Regeln der Kunst ebenfalls nicht im Abseits. Der Linienrichter sieht es, jedoch der Feldschiri ist anderer Meinung – dann wird der Linienrichter overruled – kein Abseits! Extraordinäre Ausnahme: Das Fernsehpublikum sieht Abseits, die Menschen im Stadion sehen Abseits, die Zeitlupe sieht Abseits, die Wiederholung sieht Abseits, die Zeitungen, Stammtische, Leute auf der Straße und in den Fanzonen sehen Abseits, Youtube sieht Abseits – doch der Schiedsrichter sieht es nicht, dann ist es auch kein Abseits. Ok! Soweit mal die einfache Variante, jetzt wird’s komplizierter: dafür hab ich eine Illustration gebastelt (siehe Abbildung oben). Die erste Szene behandelt die Thematik „Hinter der Ballhöhe“ die im Grunde genommen Watscheneinfach zu verstehen ist: Obwohl sich der angreifende Spieler B grundsätzlich im Abseits befindet (Spielrichtung von rechts nach links, nur 1 Verteidiger C) ist es keine Abseitsstellung, da er sich zum Zeitpunkt der Ballabgabe hinter der Ballhöhe (Ballführender Spieler A) befindet, egal, ob der Ball nach vorne oder nach hinten abgespielt wird (gestrichelte Linien). Zweite Abbildung (darunter) behandelt das „Passives Abseits“ - Passives Abseits ist immer schon Auslegungssache des Schiedsrichters gewesen und bedeutet, dass ein Spieler der Ballführenden Mannschaft sich zwar formal gesehen in Abseitsposition befindet, aber nicht aktiv in das Spielgeschehen eingreift. Bis vor Kurzem war der Schiedsrichter jedoch trotzdem berechtigt, passives Abseits zu ahnden. Üblich war, dass Schüsse auf das Tor, bei denen der abseits stehende Spieler sich nicht in der Nähe der Schusslinie befand oder den eventuell abprallenden Ball aufnahm, kein Abseits auslösen konnten. Die obenstehende zweite Abbildung zeigt den ungefähren Ablauf einer spielentscheidenden Szene im Uefa Cup Finale 2002 (Feyenord Rotterdam - Borussia Dortmund, Tor zum 3:1). Spieler A ist der Ballbegebende (mit Richtung des Balles), Spieler B der Empfangende (und danach Torschütze) samt Bewegungsrichtung, Spieler C der im passiven Abseits Befindliche (samt langsamer Bewegungsrichtung).
Und dann gab es das Jahr 2005, die FIFA und den Konföderationen-Cup. Da wurde eine neue Regel eingeführt und auch gleich wieder abgeschafft. Die erstmals beim Konföderationen-Cup angewandte und scharf kritisierte Regel besagte, dass Schieds- und Linienrichter Abseits erst dann anzeigen dürfen, wenn der abseits stehende Spieler den Ball berührt. [mehr] Diese Regelung zieht nach wie vor wie ein Gespenst durch die unendlichen Abseitsregelungsdiskussionen. Meiner Meinung nach sollte man die komplette Abseitsregel abschaffen und mal schauen was passiert. Wird es dann mehr Tore geben ? Wird es unfairer ? Immerhin haben dann beide Mannschaften keine Abseitsregel mehr. Und was soll schon groß passieren ? Man könnte es mal experimental auf der Regionalligaebene testen und dann die empirischen Daten sammeln und auswerten.

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Montag, 09. Juni 2008

Rasenschach und Party Oranje

Extraordinäres Kontrastprogramm lieferte heute die Gruppe C – Eine überraschend einschläfernde Null – Null Partie zwischen Rumänien und Frankreich erfreut wohl nur die Rumänien, die damit zumindest einen Punkt Einheimstern. Public geviewt hab ich zumindest die erste HZ im Gasometer, die mit einer Hallen Fanmeile aufwarten (für etwaige Regentage ein guter Tipp). Ganz anders dagegen das zweite Match. Die Holländer spielen die Italiener in der ersten Halbzeit an die Wand. Genialer Weitschuss Fußball mit Herz. Nonstop knallen die Niederländer ab der Mittellinie aufs Italientor. Wo andere Mannschaften noch herumschauen, fliegt bei den Oranjes bereits die Wuchtel im Kanonenschlag dahin. 2:0 führen die Holländer bereits zur Pause. Obwohl beim ersten Tor selbst Günter Netzer mit der neuen Abseitsregel überfordert war und es offen zugab, dass er nicht versteht warum das kein Abseits war. Alles Powidl – Hauptsache Tor! In der zweiten Halbzeit kommen dann die Italiener mehr in Schwung und haben einige fette Torchancen. Doch dann der Donnerhammer in der 79ten Minute: Holland bombt im Konterlauf den Italienern das 3:0 auf die Anzeigentafel. So macht Fußball Spaß! Weltklassefußball und das bisher beste Spiel. Der Sieg ist wasserdicht. Der Weltmeister steht als begossener Pudel im Berner Stadion de Suisse Wankdorf und wird nun einiges zum fernsehen haben. Für mich ist bereits jetzt nach ¾ der ersten Gruppenrunde eines klar, der Europameister wird aus diesem Trio kommen: Portugal – Deutschland – Holland.

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Sonntag, 08. Juni 2008

Schock nach nur 4 Minuten








Blöder hätte es für Österreich im ersten Spiel kaum laufen können. Ein leider vertretbarer Elfer nach nur 4 Minuten, brachte Kroatien die Führung. Danach konnte man sich erst wieder kurz vor der Pause erholen und machte Druck. In der 2ten Halbzeit war Österreich die klar Spiel bestimmende Mannschaft, konnte aber nicht mehr ausgleichen. Die Schiedsrichterleistung wird nun heftig diskutiert. Es blieb beim 0:1 für Kroatien. Besser spielten da die Deutschen, zweimal Podolski und eine schwache polnische Mannschaft brachte Deutschland ein problemloses 2:0 - mehr Fotos [hier]

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Samstag, 07. Juni 2008

Sverkos schiesst das erste Tor




Tschechien und Portugal siegreich! Schweiz und Tschechien liefern im Eröffnungsspiel eine schwache erste Halbzeit mit wenig Torchancen. Riesen Pech für den Schweizer Kapitän Alexander Frei. Für ihn ist mit der ersten Halbzeit zugleich auch die Euro wegen einer Knieverletzung vorbei. Die 2te HZ geht dann etwas flotter dahin. In der 59´ hat Sionko eine Kopfball Chance für Tschechien, daraufhin machen die Eidgenossen wieder Druck um in Minute 65 eine große Chance von Nr. 10 zu vergeben. Daraufhin gehen die Tschechen fünf Minuten später glücklich in Führung. Jankulovski steht am Corner und legt sich den Ball siegessicher auf die Wiese – bevor er anläuft macht er einen Rundumblick durch das Baseler St. Jakob Stadion – was für eine Kulisse! Was für ein Tag. Dann läuft er los und hebt den Ball schön in eine weiche Flugbahn Richtung Strafraum, wo schon alle wie narrisch drauf warten und herumzappeln vor Freude. Doch der Ball möchte ganz woanders hin und wird plötzlich vorm 16er nervös herum geschoben. Ein Geplänkel sondergleichen entsteht und plötzlich fliegt der Ball nach vorne zu Sverkos. Der knallt das Leder gnadenlos ins Schweizer Netz, rechts unten.
Nicht so toll für die Eidgenossen. In Minute 74 geht bei den Schweizern No 5 raus und No 22 rein – die Auflösung der 4er Kette mit Powerplaycharakter wird in Minute 79 zur großen Doppelchance für die Schweiz. Der dramatische tragische Höhepunkt des Spiels nimmt Gestalt an. Eine Riesen Chance für die Schweiz wird im Nachschuss an die Querlatte gedonnert und im ganzen Tumult kommt es zum vermeintlichen Handspiel von No 21 Tomas Ujfalusi. Dieses hätte der Schiri eigentlich pfeifen können (Peter Stöger im ORF Studio meinte hierzu, es sei eine Streitfrage, weil er keine Absicht erkennen konnte) und den Schweizern einen Elfer gebracht. Hat er aber nicht (meiner Meinung hätte er in dieser Situation, wenn er schon keinen Elfer gibt, zumindest Freibier für alle pfeifen können) und der Rest vom Match war eine reine Abwehrschlacht der Tschechen. Naja, insgesamt nicht gerade der Tag für die Schweiz – aber Kopf hoch liebe Eidgenossen, 2 Spiele habt ihr ja noch. Im zweiten Match des ersten Spieltages besiegt Portugal souverän die türkische Elf. Pepe knallt mit Nummer 15 in der 60ten Minute das Leder unhaltbar ins Türkentor. Der Innenverteidiger von Real Madrid schießt damit sein 4tes Länderspieltor und ist 30 Millionen Euro wert. Schon in der Nachspielzeit netzt dann noch der gerade eingewechselte Raul Meireles zum verdienten 2:0 ein. Portugal hat sich heute als Titelanwärter präsentiert. Wir haben zum Auftakt die Donaubühne in Tulln gewählt: unter dem Motto „Fußball unter Sternen“ gibt es bei Eintrittspreisen (ich bin natürlich mit Presseausweis zu einer Freikarte gekommen) von 5€ an der Abendkassa und 2,50€ im Vorverkauf jeden Menge Platz, wenig Stress, Gösser Naturradler vom Faß und Würschteln, Schnitzeln und so Sachen eben.

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Anpfiff: Laufet, Brüder, eure Bahn

Heute geht´s endlich los mit der 13ten Fußball Europameisterschaft. Ab ca. 17:00 Uhr mit der Eröffnungsfeier in Basel und um 18:00 Uhr mit dem Eröffnungsspiel Schweiz gegen Tschechien. Um 20:45 Uhr spielen Portugal und die Türkei in Genf. Gestern waren wir noch beim Merkur, da gibt es heute noch für Friends 25% auf jede Hopfenperle. Hoffen wir das Beste, beten wir für schönes Wetter und bleiben wir fair und sportlich. Deutschland steht bei den Buchmachern als Favorit schon seit Wochen fest und bei uns im Lande ist es nicht von der Hand zu weisen, daß die Stimmung abwartend ist - auch wenn viele Medien bemüht versuchen die überdrüber Euphorie gebetsmühlenartig zu suggerieren. Die Österreicher und rinnen warten mal das erste Spiel ab, so kommt es mir vor und entscheiden sich erst dann, ob sie der Euroeuphorie verfallen. Sie fragen sich vielleicht was photovision.at für Sie tun wird. Zum einen werde ich auf die Fanmeilen pilgern und photographieren und das andere fällt mir dann hoffentlich spontan ein. Eigentlich hab ich mir keinen Plan gemacht und lasse meistens alles auf mich zukommen. Eines liegt mir allerdings wirklich am Herzen, dieses verdammte Panini Sammelalbum möcht ich bis zum Finale fertig haben. Und ich sage Ihnen - dieses wird mein erstes und letztes Sammelalbum sein. Einige Worte noch an die Leser aus der Schweiz und Deutschland: es freut mich ganz besonders, daß Sie diesen Blog gefunden haben und ich hoffe sehr Sie bleiben mir während der Euro treu. Somit bleibt mir nur noch uns allen eine schöne Europameisterschafft zu wünschen, hoffen wir das Beste und drücken wir fest die Daumen, daß Österreich ins Finale kommt. Und vielleicht überrascht ja ein weiterer Außenseiter, wie z.b. Rumänien die Fußballwelt.

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Freitag, 06. Juni 2008

Freude trinken alle Wesen


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Donnerstag, 05. Juni 2008

Österreich ist Eurobademeister


zum vergössern annicken

Das Wunder von Wien - Endlich sind wir auch mal super - endlich sind wir auch mal wer! Jetzt können uns die anderen die Schuhbandln schnüren, dürfen uns die anderen die Füße küssen und den Buckel runterrutschen! Jawohl! - Jetzn san wia amoi de Leiwanden im Euroba (und de ondan san gusch!) - wir sind das Herz Europas und wir können auch nicken..., ähh kicken. Der Pokal ist unser - Europa ist unser! Österreich ein Land der Kaiser und Punschkrapfenesser hat es endlich geschafft, ist aufgestiegen in den Fußballolymp und folgt dem Beispiel Griechenlands - es sind doch immer die Außenseiter die für Überraschungen sorgen. Wären die Deutschen Europameister geworden - nicht mal der Papst wäre erstaunt. (Bild: EURO Experience Tour - Trophy ©UEFA)

Fake-Dokumentation
Sendetermin: 6.6.2008 22.15 Uhr
ORF 1
Idee und Regie: David Schalko
Buch: Fred Schreiber
Produktion: SUPERFILM

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Mittwoch, 04. Juni 2008

3 Days left - Alles spielt verrückt!

Selbst das Wetter spinnt sich drei Tage vor dem Anpfiff einen weg und Petrus läßt es wie aus Kübeln gießen. Gerade richtig - kommen doch dieser Tage unsere Eurogäste an - Polen & Kroatien werden im Burgenland untergebracht - die Deutschen landeten in der Schweiz. Doch weder die Leute, die Meute, noch die Beute kann mir die Laune trüben ... soll es schiffen, pissen, gießen und aus Kannen schütten - wir machen den Karren flott und fliegen weiter Richtung Finale - mitgebracht hab ich Euch auch eine kleine Leckerei - denn es muss nicht immer Liptauer sein zu die Soletti und zum Bier - im Restaurant am Ende des Regenbogens hab ich eine Dose Kichererbsen mit Sesampaste von Alwadi (aus dem Libanon) besorgt - dazu ein leckeres Flieger Fladenbrot. Man quetscht in die Pasta noch einige Knoblauchzehen rein, gibt Zitronensaft dazu und zum Abschluss einen Schuss Olivenöl und fertig ist der Fußballsnack.

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Sonntag, 01. Juni 2008

Rot-Weiß-Rot das ganze Land

Mit haushohem Maltasieg im Rücken und hoch gefieberter Euroeuphorie liegt unser Land im Endspurt zum größten Massenspektakel seit dem Anschluss ans Deutsche Reich in den späten 30er Jahren (Innsbruck ´76 war eine Spur kleiner) - die Vorboten der Euro rücken näher – der Ring wird ab morgen zwischen Babenbergerstrasse und Schottentor bereits gesperrt – die große Fanmeile, Tanz, Party, Krochazone wird somit scharf gemacht. Meine elftägige Bereitschaft mit Swissphone Pager hat ab heute Null Uhr begonnen – Urlaubssperre sowieso; Auto ist aufgeflaggt, die Bierkisten stapeln sich im Keller Rot-Weiß-Rot bis zur Decke, der Griller wurde in Rot-Weiß-Rot gestrichen, Handtücher, Bademäntel, T-Shirts, Strohhütte und Sonnenbrillen: alles in Rot-Weiß-Rot. Ich denke, fühle, rede, schlafe, träume: Rot-Weiß-Rot: selbst beim Heurigen bleib ich Patriot und bestell Rot-Weiß-Rot. Und auch das mediale kroatische Säbelrasseln bringt mich nur in Rot-Weiß-Rote Glut. Doch keine Angst vor den Kroaten – wir werden die Engländer rächen und die Kroaten eh kloar! Rot-Weiß-Rot nach Hause schießen!

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