Freitag, 08. August 2008

Die Spiele sind eröffnet

und gleichzeit ist Krieg am Kaukasus:

Kein Olympia-Friede: Was im alten Griechenland stets respektiert wurde, ist heute bloß naives Wunschdenken: Denn während am Freitag alle Augen auf die Eröffnung der Spiele in Peking gerichtet waren, brach ein Krieg zwischen Georgien und Russland aus. Russische Truppen marschierten in die mehrheitlich von Russen bewohnte georgische Provinz Südossetien ein – eine Reaktion auf Georgiens Militäroperation in dem abtrünnigen, unter dem Schutz Russlands stehenden Gebiet. (Quelle: diepresse.at)

Im Windschatten der Eröffnungsfeier der 29. Olympischen Sommerspiele ist der Konflikt zwischen Russland und Georgien um die Region Südossetien eskaliert. Russische Truppen sind in Südossetien einmarschiert und befinden sich im Krieg. Der südossetische Präsident Eduard Kokojty sagte nach Angaben der Agentur Interfax: "In Zchinwali (der südossetischen Hauptstadt) sind Hunderte friedliche Bewohner gestorben. Das ist bereits der dritte Völkermord an dem ossetischen Volk, der von Georgien verübt wurde". Er forderte zugleich die internationale Anerkennung der Unabhängigkeit Südossetiens. "Der Haupttäter ist Saakaschwili", betonte Kokoity. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tritt heute Abend in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Ein bitterer Nachgeschmack einer perfekt organisierten und gelungenen Eröffnungsfeier seitens der Chinesen. Bewegende und eindrucksvolle Bilder fesselten ca. 4 Milliarden Menschen vor dem TV.

(Bild: photocase.de)

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